Marktkommentar-Archiv
In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.
Jahresendrally an den Aktienmärkten oder Top?
- NASDAQ-Party wie im Frühjahr 2000
- Amazon übertrifft drastisch gesenkte Erwartungen
- War das der Beginn der Jahresendrally?
- Nicht alle Baissen werden durch Topformationen angekündigt
- S&P 500 erreicht wichtige Widerstandslinie
- Fast alle Bedingungen für ein Ende der Hausse sind erfüllt
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Kommunale Fraktionsfinanzierung: Allzu großzügiger Umgang mit Steuergeldern
Überbewertet, überkauft und überbullish
Liebe Leser,
das aktuelle Geschehen an den Aktienmärkten ähnelt den Vorgängen des Jahres 2000 immer mehr. Das habe ich in der gerade erschienenen November-Ausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren ausführlich thematisiert. Wie im Jahr 2000 sind die Märkte heute extrem überbewertet und in allen relevanten Zeitfenstern überkauft, während die Sentimentindikatoren überschäumende Börsen-Euphorie widerspiegeln.
Besonders brisant wird dieses Gemisch, weil die US-Zentralbank längst damit begonnen hat, die Zinsen anzuheben. Denn in der Vergangenheit führten fast alle Zinserhöhungszyklen zu Rezessionen und Aktienbaissen – sogar, wenn die fundamentale Bewertung im Unterschied zu heute moderat gewesen ist.
Wird es einen Börsencrash wie 1987 geben?
- Ein hochbrisantes Gemisch kündigte den Crash von 1987 an
- Heute ist die Lage viel brisanter als damals
- Ein vergleichbarer Crash-Auslöser ist auch jetzt wieder vorhanden
- Ein wichtiger Unterschied zu 1987
- Haben Sie auf eine fallende türkische Lira gesetzt?
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Zurückhaltung beim Einsatz externer Berater in der Verwaltung wäre wünschenswert
Roland Leuschel wurde einst als ewiger Börsen-Optimist kritisiert
Liebe Leser,
der 19. Oktober 2017 war das 30-jährige Jubiläum des berühmten Aktiencrashs von 1987. Roland Leuschel ist einer der ganz wenigen Analysten, die diesen Crash prognostiziert hatten. Dabei galt Leuschel damals als „unverbesserlicher Börsenoptimist“, da er sich in den 1960er und 70er Jahren vor allem in Belgien, aber auch in Deutschland systematisch für den privaten Aktienbesitz stark gemacht hatte. Darüber hinaus war er auch während der großen Hausse der 1980er Jahre überaus bullish.
Bereitet Italien das Ende des Euro vor?
- Die Ökonomenzunft hätte es wissen müssen
- Die Währungsunion wird zerbrechen
- Die Wege zur Staatsschuldenreduktion sind begrenzt
- Staatsschuldenentsorgung leicht gemacht
- Wir sitzen auf einem Pulverfass
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Zu viel Personal in den Kindertagesstätten eines Bundeslandes
Fehlkonstruktion Euro
Die Schaffung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) war ein voller Erfolg, weil sie eine für alle beteiligten Nationen vorteilhafte Freihandelszone schuf. Da Handel verbindet und Menschen verschiedener Völker einvernehmlich zusammenführt, kann die EWG in politischen Sonntagsreden völlig zu Recht als friedensstiftend gefeiert werden.
Im Gegensatz dazu war die Europäische Währungsunion (EMU) von Anfang an eine fatale Fehlkonstruktion. Geschaffen wurde sie von vielleicht gutmeinenden, wenn auch überehrgeizigen Politikern, die wahrscheinlich wirklich daran geglaubt haben, ihre Wunschvorstellung eines geeinten Europas mit einer Währungsunion vorantreiben zu können. Dass ihnen der ökonomische Sachverstand fehlte, um die Unausgegorenheit, ja Gefährlichkeit
dieses Projekts zu erkennen, kann man ihnen nicht wirklich vorwerfen.
Weitere Kursgewinne im Edelmetallsektor
- Die Gesamtverschuldung hat weltweit drastisch zugenommen - insbesondere in China
- Edelmetalle sind wichtiger Baustein der Krisenvorsorge - und stehen jetzt vor der nächsten Aufwärtswelle
- Nächstes Kursziel meines Gold-Preisbänder-Indikators: 1.432 Dollar
- Gewinnen Sie mit ausgewählten Goldminenaktien
- Klarer Kauf: Dieser Aktienmarkt ist drastisch unterbewertet
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Grunderwerbsteuer: Finanzämter auf der Suche nach Mehreinnahmen
Krisenursache 2008: Überschuldung - auch jetzt wieder eine Gefahr für Ihr Vermögen
Liebe Leser,
je länger die unseriöse Geldpolitik Mario Draghis anhält, desto größer werden die Risiken an den Finanzmärkten und in der Realwirtschaft. Die gewaltigen Probleme, die mit der Krise des Jahres 2008 sichtbar geworden sind, wurden nicht etwa gelöst, sondern unter einer Flutwelle neu gedruckten Geldes vorübergehend unsichtbar gemacht und dabei erheblich vergrößert.
Für einen kurzen Zeitraum, in den Jahren 2008/09, wurde der Kern der Probleme klar beim Namen genannt: Überschuldung. Die Notwendigkeit des von Politikern aus kurzfristigem Eigennutz verhassten Schuldenabbaus wurde damals sogar in den Massenmedien ausgesprochen und gefordert. Schließlich bekannten selbst die Zentralbankbürokraten öffentlich, dass sie mit ihrer
ultralaxen Geldpolitik nur Zeit schinden können für die letztlich unvermeidlichen Reformen, dass sie die Probleme aber nicht lösen können.
Seither sind viele Jahre ins Land gegangen. Die Zentralbanken schinden weiter Zeit und haben damit gewissermaßen als Nebenwirkung einen völlig unsozialen Umverteilungsmechanismus in Gang gesetzt. Dieser verteilt Wohlstand von arm zu reich, von klein zu groß und von jung zu alt. In der nächsten Ausgabe unseres Börsenbriefes „Krisensicher Investieren“ werden wir Ihnen diesen skandalösen und weitreichenden Umverteilungsmechanismus und seine teilweise schon sichtbaren Folgen ausführlich erläutern.