Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Jetzt beginnt die beste Jahreszeit für Gold

Nicht alle Monate des Börsenjahres sind gleich

Lieber Leser,

zahlreiche Märkte zeigen eine ausgeprägte Saisonalität. Das heißt, die Kurse bewegen sich zu bestimmten Jahreszeiten oder in bestimmten Monaten auffällig oft in dieselbe Richtung. Offenbar sind gute und schlechte Zeiten an den Börsen nicht ganz zufällig verteilt.

An manchen Märkten wie zum Beispiel den Agrarrohstoffen sind die Gründe, die für einen Einfluss der Jahreszeiten auf das Marktgeschehen sprechen, offensichtlich. An anderen Märkten sind die Muster zwar ebenfalls unverkennbar, aber die Gründe bleiben eher im Verborgenen. Tatsache ist: Das Phänomen der Saisonalität ist bei weitem nicht auf Agrarrohstoffe beschränkt. Es zeigt sich auch an den Aktienmärkten und bei den Edelmetallen.


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Es geht abwärts mit dem DAX

Die Party in Deutschland ist vorüber

Liebe Leser,

was jetzt auch für den deutschen Fußball gilt, habe ich vor genau vier Wochen an dieser Stelle im Hinblick auf den DAX geschrieben: Die Party in Deutschland ist vorbei. Tatsächlich ist der DAX seither schon um 5% gefallen und knapp 8% von seinem Jahreshoch entfernt. Doch dieser Kursrückgang ist erst der Anfang.

Das signalisieren jedenfalls wichtige realwirtschaftliche Frühindikatoren wie die Auftragseingänge, die bereits seit vier Monaten rückläufig sind. Dieses Muster deutet auf einen Konjunkturabschwung hin, der durch den von Trump angezettelten Handelskrieg zusätzlich befeuert wird.

Da Rezessionen stets mit schweren Aktienbaissen Hand in Hand gehen, sollten Sie diese Entwicklung nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ich empfehle Ihnen, jetzt unbedingt zu prüfen, wie sich Ihr Depot entwickeln wird, wenn sich der DAX halbiert.

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Es gibt sie noch: unterbewertete, gewinnbringende Aktienmärkte

Trump schadet der Weltwirtschaft

Liebe Leser,

vor genau zwei Wochen titelte ich an dieser Stelle „Die Party in Deutschland ist vorüber“ und erntete dafür den einen oder anderen bösen Kommentar. Vor allem wurde mir eins vorgeworfen: Ich würde schwarzsehen, aber keine Lösungen, insbesondere Investmentlösungen, bieten. Das stimmt so nicht. Beispielsweise hat sich unser Ende vorigen Jahres zusammengestelltes Goldminenportfolio sehr erfreulich entwickelt, und ein realisierter Gewinn von plus 23% mit einem Tesla-Short kann sich ebenso sehen lassen wie ein Plus von 9,1% mit einem Mais-Zertifikat. Dennoch danke ich Ihnen für diese konstruktive Kritik und habe mich sogleich an die Arbeit gemacht, um weitere Chancen jenseits der überbewerteten Börsen Amerikas und Europas aufzuspüren.

Sie alle wissen, dass ich weder die deutsche noch die Europa-Politik gutheiße. Anscheinend mag sie US-Präsident Trump auch nicht, denn er versucht sie mit allen Mitteln auszuhebeln und Europas Wirtschaft zu schwächen, insbesondere Exportweltmeister Deutschland. Mit seinen protektionistischen Maßnahmen und seinem blinden Aktionismus wird er letztendlich nicht nur der europäischen, sondern auch der amerikanischen Wirtschaft schaden und das Aktienmarkt-Kartenhaus zum Einsturz bringen.

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EZB macht deutlich: Kein Ende der Nullzinspolitik in Sicht

Die wahre Botschaft der anhaltenden Nullzinspolitik

Liebe Leser,

am 14. Juni hat die Europäische Zentralbank verkündet, dass sie ihre schon seit Jahren andauernde Nullzinspolitik mindestens bis zum Sommer 2019 fortführen wird. Erinnern Sie sich: Die verantwortlichen Zentralbankbürokraten sprachen bei der Einführung von Nullzinspolitik und Anleihenkaufprogrammen von kurzfristigen Notfallmaßnahmen, die sie mit dem Ausmaß der Krise des Jahres 2008 rechtfertigten.

Seither sind fast 10 Jahre vergangen – und die EZB-Führung sieht weiterhin die Notwendigkeit, an ihrer ultra-laxen Geldpolitik festzuhalten. Mehr müssen Sie eigentlich gar nicht wissen, um den wahren Zustand der Konjunktur und der Europäischen Währungsunion zu kennen. Draghis Botschaft ist klar und deutlich: Der Patient Europa kann nicht von der Intensivstation entlassen werden.

Kein Wunder, möchte ich hinzufügen, da die Krankheit des Patienten – Überschuldung und mangelnde Wettbewerbsfähigkeit vieler Länder – ja gar nicht behandelt wurde. Der Patient EU wurde lediglich massiv unter Drogen gesetzt. Jetzt ist er nicht nur weiterhin schwerkrank, sondern auch noch drogenabhängig.

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