Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Kein schmerzloser Ausweg mehr möglich

Liebe Leser,

am Mittwoch, den 20. März 2019 hat die US-Zentralbank das Scheitern ihrer ultra-laxen Geldpolitik der unkonventionellen Maßnahmen eingestanden. Drüber geredet hat sie selbstverständlich nicht. Aber der geldpolitische Rückzieher, den sie vollzogen hat, spricht mehr als tausend Worte.

Eine weitere Zinserhöhung wird es in diesem Jahr entgegen früherer Ankündigungen nicht mehr geben, so die Zentralbanker. Darüber hinaus wird schon ab Mai dieses Jahres die Reduzierung der gigantisch aufgeblasenen Bilanzsumme zurückgefahren und Ende September ganz damit aufgehört.

Der richtige Umgang mit rechtsradikalen Parolen?

Liebe Leser,

bevor ich auf Gold zu sprechen komme, vorab eine kleine Anekdote zu den Irrungen und Wirrungen des Lebens. Ihnen ist vielleicht bekannt, dass die parteinahen Stiftungen von CDU, SPD, CSU, FDP, Linken und Grünen im Jahr 2017 vom Staat Zuschüsse in Höhe von 581,4 Millionen Euro erhalten haben. Das ist ein Rekordwert. In meinem Marktkommentar hat unser Autor Gotthilf Steuerzahler (s.u.) die problematische Finanzierung staatlicher und parteinaher Stiftungen bereits mehrmals unter die Lupe genommen, und auch der Bund der Steuerzahler hat sich wiederholt kritisch geäußert.

Jetzt hat uns ein Leser auf eine Publikation der FDP nahen Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit aufmerksam gemacht. Diese Studie ist bereits 2017 erschienen und trägt den oberlehrerhaften Titel „Der richtige Umgang mit rechtsradikalen Parolen – Kommunikations-Ratgeber“.

Unter der Überschrift „Rechte Hetze und rechtsradikale Chiffren erkennen“ stellen die Autoren sieben „Kommunikationstypen“ vor. Einen davon nennen sie „den Staat hassend.“ Dazu heißt es: „Der Staatshasser liest Bücher – libertäre Standardwerke von Hayek bis Mises“.

Skepsis ist hier ein gutes Zeichen

Liebe Leser,

vor zwei Wochen habe ich Ihnen hier geschrieben, dass die kurzfristigen Sentimentindikatoren für eine bald beginnende kurzfristige Korrektur an den Edelmetallmärkten sprechen. Im großen Bild sei es aber belanglos, ob es jetzt zu einem solchen Rücksetzer komme oder nicht, da meine mittel- und langfristig orientierten Indikatoren und Prognosemodelle rundum bullish sind.

Inzwischen hat tatsächlich eine kleine Korrektur begonnen. In der Spitze ist der Goldpreis knapp 5% gefallen. Das hat ausgereicht, um die mittelfristig orientierten Sentimentindikatoren in den Kaufbereich zu drücken. Diese sehr schnelle Rückkehr der Skepsis ist ein gutes Zeichen. Es passt perfekt zu meinen rundum bullishen Prognosemodellen.

Weltweiter Abschwung wird immer deutlicher

Liebe Leser,

auch wenn Ihnen die Marktschreier erzählen wollen, dass es an den Aktienmärkten nun wieder endlos aufwärts gehen wird, Fakt ist: die Wirtschaftsdaten, die in den vergangenen beiden Wochen veröffentlicht wurden, waren schlecht, und das weltweit.

Beispielsweise sind die als Frühindikator der Weltwirtschaft geltenden Exporte Südkoreas ebenso schwach ausgefallen wie die entsprechenden Zahlen aus Japan. Und die weltgrößte Reederei Moeller-Maersk, die einen Großteil der internationalen Seetransporte abwickelt, bestätigte den weltweiten Abschwung. Wenn keine Güter mehr transportiert werden, wird dies hier als erstes bemerkt, während die meisten anderen noch wenig spüren.

Der Einkaufsmanager-Index der gesamten Europäischen Union notiert inzwischen unter der Marke von 50 Punkten, die als Grenze zwischen Wachstum und Abschwung gilt. Besonders schwach zeigt sich in dieser Statistik ausgerechnet der europäische Wirtschaftsmotor der vergangenen Jahre, also Deutschland.