Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Liebe Leser,

vorige Woche habe ich hier dargelegt, wieso mich das aktuelle Geschehen im Edelmetallsektor an das Jahresende 2015 erinnert hat. Damals befanden sich Gold, Silber und der XAU Goldminen Index unmittelbar vor dem Beginn einer sehr starken Aufwärtsbewegung. Genau das habe ich auch jetzt wieder erwartet. Tatsächlich deutet inzwischen alles darauf hin, dass dieser neue starke Aufwärtstrend des Edelmetallsektors begonnen hat.

So ist der Goldpreis von seinem Tief am 28. September in nur fünf Tagen um stattliche 7,2% gestiegen. Bei Silber waren es im gleichen Zeitraum sogar 19,1% und beim XAU Goldminen Index 22,6%. Ich sehe in dieser sehr dynamischen Bewegung den Auftakt einer langfristigen Aufwärtswelle, in deren Verlauf sowohl die Edelmetalle als auch der XAU Index auf neue Hochs steigen werden.

Liebe Leser,

das aktuelle Geschehen im Edelmetallsektor erinnert mich sehr an das Jahresende 2015. Das Interesse an diesem Sektor war gering, und die Sentimentindikatoren waren ähnlich niedrig wie heute. Obwohl die Positionierung der bestens informierten Hedger an den Terminmärkten bereits bullish war und meine mittel- und langfristig orientierten Indikatoren und Prognosemodelle schon Kaufsignale gegeben hatten oder kurz davor standen, wollten die wenigsten Anleger etwas von Gold und Minenaktien wissen.

Liebe Leser,

Rohstoffe sind die Basis der Weltwirtschaft. Ohne eine ausreichende Versorgung mit Rohstoffen kann es keinen Wohlstand und kein Wirtschaftswachstum geben. Deshalb ist es nicht zielführend, die Rohstoffproduzenten zu ignorieren. Stattdessen sollte man sie als wichtigen und legitimen Teil unserer Wirtschaft gutheißen. Das gilt umso mehr, da sie auch bei der praktischen Umsetzung der Klimapolitik eine unverzichtbare Rolle spielen.

Liebe Leser,

in Euro gerechnet, ist der Goldpreis seit Jahresanfang um 5,9% gestiegen. Dennoch ist die Stimmung grottenschlecht, und an den Edelmetallmärkten herrscht Lethargie. Das gilt auch für die Terminmärkte, an denen die Summe aller offenen Kontrakte auf den niedrigsten Stand seit 2019 gefallen ist – als Gold bei 1.300 $ pro Unze notierte.

Der Optix-Sentimentindikator für Gold ist bereits im Juli und jetzt erneut unter die 30%-Marke gefallen. Das war zuletzt 2018 der Fall, bei einem Goldpreis von 1.200 $. Zahlreiche weitere mittel- und langfristig orientierte Indikatoren zeigen ähnliche Extremwerte und signalisieren ein exzellentes Chance-Risiko-Verhältnis des Edelmetallsektors.