Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

US-Inflation weiter gestiegen

Liebe Leser,

in den USA ist die offizielle Inflationsrate im Juni auf 5,4% gestiegen. Das Geld der Amerikaner hat in den vergangenen 12 Monaten also 5,4% seiner Kaufkraft verloren. Wenn man die bis 1980 gültige Methode zur Inflationsberechnung anwendet, ist die Geldentwertung sogar noch deutlich stärker ausgefallen.

Die Inflation sei nur „vorübergehend“, beteuern die Zentralbanker. Deshalb würden sie nicht einschreiten, sondern ihre ultralaxe Geldpolitik beibehalten. Selbst wenn das so wäre, ändert das nichts daran, dass die Kaufkraft des Dollars deutlich abgenommen hat. Was immer die Zentralbanker mit „vorübergehend“ meinen, es bedeutet nicht, dass dieser Verlust jemals wieder aufgeholt werden wird. Er ist real und dauerhaft – und weitere Geldwertverluste werden hinzukommen.

Gute Argumente für steigende Kurse

Liebe Leser,

es gibt gute Gründe, für Ölaktien im weitesten Sinne sehr bullish zu sein. Diese klare Aussage haben wir im Dezember vorigen Jahres in unserer Themenschwerpunkt-Ausgabe „Klassischer Energiesektor“ ausführlich begründet, und daran hat sich nichts geändert.

In der aktuellen Juli-Ausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren analysieren Roland Leuschel und ich den Ölsektor erneut. Dabei zeigen wir Ihnen, dass es inzwischen sogar weitere starke Argumente für ein Investment in diesem ungeliebten Sektor gibt.

Geldentwertung wahrscheinlich nicht vorübergehend

Liebe Leser,

nachdem der Goldpreis im April und Mai dieses Jahres gut 14% zulegte, hat er im Juni einen Großteil dieser Gewinne wieder abgegeben. Als Begründung wurde in der Presse eine geradezu kuriose Erklärung bemüht: Von der US-Zentralbank sei eine weniger laxe Geldpolitik in Aussicht gestellt worden, das habe den Goldpreis unter Druck gebracht.

Konkret sagte Fed-Chef Jerome Powell, er und seine Kollegen würden jetzt „darüber nachdenken, die Anleihenkäufe zurückzufahren“. Allerdings sei die Zinswende „noch weit entfernt“. Es gehört schon viel Phantasie dazu, darin eine härtere Gangart der Gelddrucker zu sehen, die weiterhin jeden Monat mit Käufen in Höhe von 120 Mrd. $ die Anleihenmärkte manipulieren und ihre Nullzinspolitik ausdrücklich beibehalten wollen.

Aktienmarkt wird sich dritteln - Meine Indikatoren sprechen eine sehr deutliche Sprache

Liebe Leser,

eine der am meisten unterschätzten Börsenweisheiten stammt von der Boxlegende Mike Tyson: „Jeder hat einen Plan, bis er eins auf die Fresse bekommt". So könnte man die aktuell brenzlige Lage an den Finanzmärkten im Augenblick auch auf den Punkt bringen.

Mit dem großen Unterschied, dass die meisten Marktteilnehmer derzeit euphorisch und der Überzeugung sind, dass sie niemals Prügel einstecken müssen, wenn sie in den Boxring steigen.

Doch die Fakten sprechen eine andere Sprache: In den USA befinden sich die Anleihenmärkte, Wohnimmobilien und der Aktienmarkt in einer riesigen Spekulationsblase. Daran lassen die Kennzahlen der fundamentalen Bewertung keine Zweifel. Das Platzen dieser Blasen ist unvermeidbar und wird den meisten Börsianern heftige Verluste bescheren.

Die Sentimentindikatoren bestätigen diese Diagnose in vollem Umfang, und die spekulativen Exzesse, die sich in Randbereichen des Anlageuniversums wie Kryptowährungen oder „Special Purpose Acquisition Companies“, kurz SPACs genannt, abspielen, werden kommende Anlegergenerationen wahrscheinlich in ungläubiges Staunen versetzen.