Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Schwierige Zeiten für das US-Dollar basierte Weltwährungssystem

Liebe Leser,

durch den Aufstieg Chinas wird die geopolitische und ökonomische Vormachtstellung der USA, die nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion unangefochten war, zunehmend in Frage gestellt. Mit dem Einfrieren russischer Devisenreserven, der Abkoppelung russischer Unternehmen von SWIFT, dem Abwicklungssystem grenzüberschreitender Zahlungen, und der Beschlagnahme russischer Privatvermögen wurden die Zweifel am Dollar-basierten Weltwährungssystem in großen Teilen der Welt erheblich verstärkt.

Schon in der April 2022-Ausgabe unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren haben Roland Leuschel und ich diese Entwicklung vorhergesagt, also kurz nach der Verhängung der ersten Russlandsanktionen. Inzwischen wird dieses durchaus wichtige Thema auch in den Medien diskutiert, und in den etwas schrilleren Publikationen wird bereits der Niedergang des Dollars verkündet.

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Gold besser als DAX-Performance

Mit Gold haben Sie seit 2001 besser abgeschnitten als mit Aktien

Liebe Leser,

im März 2001 habe ich erstmals in meiner gesamten beruflichen Laufbahn zu strategischen Goldkäufen geraten. In den Jahren davor gab es aus meiner Sicht noch keinen guten Grund, Gold als strategisches Basisinvestment zu empfehlen. In den Jahren danach gab es hingegen immer mehr Argumente, die für einen hohen Goldanteil in den Depots konservativer Anleger sprechen.

Wie sich der Goldpreis seit 2001 entwickelt hat, sehen Sie auf dem folgenden Monatschart. Aus dieser Perspektive betrachtet, wird deutlich, dass die Seitwärtsbewegung der vergangenen beiden Jahre nur eine harmlose Konsolidierung in einem langfristigen Aufwärtstrend darstellt. Auf diese Konsolidierung, die jetzt zu Ende geht, wird die nächste große Aufwärtswelle folgen.

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Letzte Zinserhöhung der Fed - Goldhausse und Aktienbaisse

Liebe Leser,

am Mittwoch, den 3. Mai 2023 hat die US-Zentralbank Fed erneut die Zinsen um 0,25 Prozentpunkte erhöht auf eine Spanne von 5,0% bis 5,25%. In ihrer anschließenden Presseerklärung haben die Notenbanker zwischen den Zeilen durchblicken lassen, dass dies vermutlich die letzte Zinserhöhung dieses Zyklus gewesen sei.

In der Vergangenheit war die Fed allerdings wenig erfolgreich mit ihren Prognosen. Nicht nur lag sie bei ihren Vorhersagen der Inflationsrate oder des Wirtschaftswachstums fast immer und häufig kräftig daneben. Sogar bei der Prognose des von ihr selbst festgesetzten Zinssatzes lag sie erstaunlich oft völlig falsch. Es lohnt sich also kaum, auf das Gerede von Zentralbankern zu hören.

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Neue Gewitterwolken über der US-Börse

Liebe Leser,

alle historisch bewährten makroökonomischen Frühindikatoren haben längst klare Rezessionssignale für die US-Wirtschaft gegeben. Dazu gehört auch die Zinsstrukturkurve, die Staatsanleihen der verschiedenen Laufzeiten beinhaltet. Diese wichtige Kennzahl hat noch nie ein Fehlsignal gegeben: Immer, wenn die kurzfristigen Zinsen höher waren als die langfristigen, folgte eine Rezession. Aktuell sind die Zinsen 3-monatiger US-Staatsanleihen 1,42%-Punkte höher als die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen. In der Vergangenheit haben bereits erheblich weniger negative Werte treffsicher Rezessionen angekündigt.

Erwähnenswert ist in diesem Zusammenhang auch der Frühindikator des Conference Board, eines unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstituts in den USA. Im März hat diese Kennzahl ihren 12. Rückgang in Folge verzeichnet, der mit 1,2% im Vergleich zum Vormonat sogar sehr heftig ausgefallen ist. Eine Rezession scheint somit unumgänglich zu sein.

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