Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Liebe Leser,

vor sechs Wochen habe ich Sie hier auf die exzellente Kaufgelegenheit hingewiesen, die sich Ihnen bei ausgewählten Ölaktien geboten hatte. Seither sind die von mir zum Kauf empfohlenen Ölaktien zwischen 20% und 35% gestiegen.

Falls Sie diese Kaufgelegenheit verpasst haben sollten, müssen Sie sich nicht grämen. Die jüngste Aufwärtswelle dieser Aktien ist noch jung, es werden weitere Kursgewinne folgen. Das längerfristige Kurspotenzial ist außerordentlich hoch, da die Aktien im Unterschied zum großen Rest der Börse extrem attraktiv bewertet sind.

Liebe Leser,

vorige Woche habe ich bereits über die deutlich verbesserte technische Lage des Goldpreises berichtet. Einige wichtige Indikatoren wie die Gold-Silber Ratio, die das Verhältnis des Goldpreises zum Silberpreis abbildet, oder die sehr geringen Short-Positionen der Hedger hatten schon Kaufsignale gegeben. Was zur Bestätigung noch fehlte, war das Signal eines speziellen Momentumindikators.

Dieses Signal wurde jetzt gegeben. Damit ist der neue Aufwärtstrend für Gold und den gesamten Edelmetallsektor bestätigt. Darauf basierend, erwarte ich in den kommenden Monaten sowohl bei Gold als auch bei den Minenaktien einen Anstieg auf neue Jahreshochs.

Liebe Leser,

Gold habe ich erstmals im Jahr 2001 als strategisch notwendiges Investment für jeden konservativen Anleger empfohlen. Tatsächlich ist der Goldpreis seither stärker gestiegen als die Aktienmärkte. Goldanleger haben über diesen langen Zeitraum also besser abgeschnitten als Aktionäre. Und das, obwohl sich der S&P 500 zurzeit auf einem Niveau befindet, das trotz des jüngsten Kursrückgangs immer noch einer fast rekordhohen fundamentalen Überbewertung entspricht.

Es gibt einen sehr klaren Zusammenhang zwischen der fundamentalen Bewertung und der langfristigen Entwicklung der Aktienmärkte: Je höher die Bewertung, desto bescheidener die Performance. Die aktuelle Bewertung ist so hoch, dass Sie auf Sicht von 10 bis 15 Jahren an den Aktienmärkten zwar mit einer spannenden Achterbahnfahrt rechnen dürfen, nicht jedoch mit Kursgewinnen.

Liebe Leser,

nach jahrelanger Minuszinspolitik sowie billionenschweren Anleihenkäufen, die der eigentlich verbotenen Finanzierung maroder EU-Mitgliedstaaten dienen, hat die EZB am 21. Juli 2022 die Zinsen von minus 0,5% auf 0% angehoben. 0% bei einer offiziellen Inflationsrate von 8,6% im Euro-Raum. Der geldpolitische Skandal der Wohlstandsvernichter in den Zentralbanken geht also weiter.

Eine seriöse Geldpolitik, deren Ziel es ist, für Geldwertstabilität zu sorgen, sieht völlig anders aus. Sie müsste für einen Zinssatz sorgen, der höher ist als die Inflationsrate. Alles andere ist eine hinterhältige Enteignung der Sparer und vernichtet Wohlstand.