Marktkommentar-Archiv
In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.
Goldpreis fällt auf 1.250 $ pro Unze
- Verantwortungslose Politik macht Goldbesitz unverzichtbar
- Charttechnisch zurück im Niemandsland
- Bodenformation weiterhin intakt
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Wenn die öffentliche Hand Unternehmer spielt
ADX-Index korrekt – leider in die falsche Richtung
Liebe Leser,
vorige Woche habe ich an dieser Stelle geschrieben, dass der ADX-Index des Goldpreises einen Extremwert erreicht habe und damit eine größere Kursbewegung signalisiere. Außerdem nannte ich Ihnen die Gründe, warum ich mit einer Kursbewegung nach oben rechnete. Teil 1 dieser Prognose hat sich mittlerweile als richtig erwiesen, Teil 2 hingegen als falsch.
Tatsächlich hat der Goldpreis inzwischen nämlich eine größere Kursbewegung von immerhin 3,5% innerhalb von drei Tagen vollzogen. Allerdings war es keine Aufwärtsbewegung, wie von mir erwartet, sondern ein Kursrückgang. Jetzt stellt sich natürlich die Frage, wie dieser Kursrückgang im größeren Bild interpretiert werden muss.
Gold: Die Feder ist gespannt wie selten zuvor
- Der Ausbruch nach oben kündigt sich an
- Schmerzensgeld für Goldanleger
- ADX-Index signalisiert eine große Kursbewegung
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Wenn Fußballspieler dem Finanzamt davonlaufen
Der Ausbruch nach oben kündigt sich an
Liebe Leser,
die Bodenbildung des Goldpreises dauert inzwischen schon fast ein Jahr, und das Hoch des Jahres 2011 liegt bereits drei Jahre zurück – eine lange Leidenszeit für jeden Goldbullen. Das gilt natürlich auch für mich. Zwar hatte ich meine Leser in 2011 auf eine größere Korrektur des Goldpreises vorbereitet. Das Ausmaß und die Dauer der seither laufenden zyklischen Baisse haben mich dann aber doch überrascht und auf dem falschen Fuß erwischt. Vor allem aufgrund der extrem verantwortungslosen und riskanten Geld- und Staatsschuldenpolitik, die seit 2008 nahezu weltweit verfolgt wird, hatte ich mit einer erheblich sanfteren Korrektur gerechnet.
Zwar habe ich seit Beginn der langfristigen Hausse zur Jahrtausendwende immer wieder
einmal auf die Ereignisse der 70er Jahre hingewiesen. Damals wurde die langfristige Goldhausse trotz der für Gold anhaltend positiven makroökonomischen Rahmenbedingungen von einer heftigen zyklischen Baisse unterbrochen. In deren Verlauf halbierte sich der Goldpreis fast, bevor er sich anschließend von 100 Dollar pro Unze auf in der Spitze über 800 Dollar mehr als verachtfachte.
DAX, NASDAQ und Nikkei 225 - Perfekte Trendwende an den wichtigsten Aktienmärkten
- Prozess der Topbildung ist bereits in vollem Gange - Die Tage der Hausse sind gezählt
- Diese 3 Punkte vervollständigen das extrem bearishe Gesamtbild
- Handeln Sie jetzt bevor es zu spät ist
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Staatliche Hochschulen zahlen Wucherpreise für Fachzeitschriften
Phase der Topbildung leitet die Baisse ein – Stellen Sie sich auf fallende Kurse ein
Liebe Leser,
am Donnerstagvormittag dieser Woche stieg der DAX auf 9.810 Punkte und erreichte damit ein neues Allzeithoch. Die Freude der Bullen währte allerdings nicht lange, denn der Index legte kurz darauf den Rückwärtsgang ein und beendete den Tag sogar im Minus. Charttechnisch zeigt der DAX jetzt ein wohl geformtes potenzielles Doppeltop, dessen zweiter Hochpunkt gerade einmal 16 Punkte oder 0,16% über dem bisherigen Hoch liegt, das im Januar dieses Jahres geformt wurde. Aus technischer Sicht war die am Donnerstag vollzogene Trendwende geradezu perfekt, um das Ende der Hausse einzuleiten, die im März 2009 begonnen hat.
Der Weltleitindex S&P 500 stieg bereits zwei Tage zuvor, also am Dienstag dieser Woche, auf ein Allzeithoch von
1.902 Punkten. Auch hier war die Freude der Bullen von ähnlich kurzer Dauer, und das alte Hoch wurde ebenfalls nur marginal, das heißt um 5 Punkte oder 0,26%, überschritten.
Bereits Anfang März erreichte der NASDAQ Composite Index sein Jahreshoch von 4.372 Punkten. Aktuell notiert er 7,5% tiefer, und auf dem Chart zeigt sich ein geradezu lehrbuchartiges Bild einer Schulter-Kopf-Schulter-Formation.
Schließlich stieg der japanische Nikkei 225 Index noch früher, nämlich Ende Dezember 2013, auf sein zyklisches Hoch. Mit 16.320 Zählern übertraf er sein bereits vor einem Jahr markiertes Zwischenhoch gerade einmal um 2,4%. Er notiert im Moment bereits 13% tiefer, und auch sein Chart zeigt eine ausgeprägte potenzielle Topformation.
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Zentralbanken sorgen dafür, dass die Schere zwischen Arm und Reich größer wird
- "Soziale Gerechtigkeit" - ein politischer Kampfbegriff
- Unsoziale Geldpolitik ist die eigentliche Ursache der relativen Verarmung
- Sobald die Blase platzt, wird sich die Schere wieder schließen
- Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?
- Förderung durch die EU: Sinnvoll oder nicht?
Die Ungleichheit der Vermögensverteilung hat deutlich zugenommen
Liebe Leser,
die zunehmende Ungleichheit der Vermögensverteilung ist in den USA inzwischen zu einem veritablen Modethema geworden. Kein Geringerer als Präsident Obama sprach in diesem Zusammenhang sogar von einem der größten Probleme unserer Zeit.
Inzwischen hat das Wehklagen über diese Entwicklung auch Deutschland erreicht. Hierzulande soll diese Ungleichheit im Vergleich mit anderen Ländern der Europäischen Union sogar besonders ausgeprägt sein. Ins gleiche Horn bläst diese Woche auch der Spiegel mit seiner Titelgeschichte "Die Wohlstandslüge - von der Unmöglichkeit, mit Arbeit reich zu werden". Hierzu interviewte er den französischen Wirtschaftswissenschaftler Thomas Piketty, der - wie weiter unten deutlich wird - fälschlicherweise
als Kapitalismuskritiker tituliert wird. Mit seinem im Februar 2014 erschienenen Buch "Das Kapital im 21. Jahrhundert" warnt Piketty vor der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich in den Industrienationen und befeuert damit sehr erfolgreich die extrem linkslastige Gerechtigkeitsdebatte. Zu diesem Buch werde ich an anderer Stelle noch deutlich mehr zu sagen haben.
Wie immer wird in der von Gleichmacherei um jeden Preis geprägten Europäischen Union, aber zunehmend auch in den USA, nicht etwa ernsthaft nach den Ursachen der ungleichen Entwicklung gefragt. Stattdessen wird sofort der ach so gutmenschliche und überaus wählerwirksame Ruf nach „mehr sozialer Gerechtigkeit“ laut.
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