Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Stagnation oder sogar leichter Rückgang im ersten Quartal

Liebe Leser,

ich wiederhole mich nur ungern, aber in diesen Zeiten finde ich es immens wichtig, dass Sie erkennen, welche Show uns die US-Ökonomen gerade liefern.  Denn obwohl mehrere bewährte Kennzahlen für eine Rezession sprechen, halten die Wirtschaftsexperten an ihrem einseitig positiven Stimmungsbild fest. Schon im letzten Claus Vogt Marktkommentar wies ich Sie ja auf das aus meiner Sicht recht erstaunliche Ergebnis einer von Bloomberg durchgeführten aktuellen Ökonomen-Befragung hin: Unter den 67 Teilnehmern der Umfrage befand sich kein Einziger, der in diesem Jahr den Beginn einer Rezession in den USA für möglich hält. Kein Einziger. Es ist unglaublich. Denn die Fakten sprechen eine andere Sprache.

Ökonomen halbieren ihre BIP-Prognose – und bleiben optimistisch

Liebe Leser,

voller Zuversicht zeigte sich die große Mehrheit der Volkswirte in ihren Prognosen für das Jahr 2014. Wie so oft sagten die überwiegend im Dienste von Großbanken stehenden oder an den Trögen der Politik speisenden Ökonomen für die Weltwirtschaft und für die USA ein Wachstum zwischen 3% und 3,5% voraus. Noch Anfang des Jahres gingen beispielsweise die stets bullishen Ökonomen von Goldman Sachs von einem US-Wirtschaftswachstum von 3% für das erste Quartal dieses Jahres aus. Durch die bisher vorliegenden Zahlen wurden sie inzwischen allerdings dazu gezwungen, diese Prognose auf 1,5% zu halbieren. Für das zweite Halbjahr 2014 bleiben sie aber – wie üblich – optimistisch.

Janet Yellen komplettiert das geldpolitische Trio Infernale

Liebe Leser,

in den vergangenen Wochen und Monaten habe ich in unserem Börsenbrief Krisensicher Investieren und auch hier im Claus Vogt Marktkommentar ausführlich dargelegt, dass sich die Welt erneut im bedrohlichen Griff einer gewaltigen Spekulationsblase befindet – entgegen anderslautender Behauptungen, wie sie kürzlich erst wieder von Fed-Präsidentin Janet Yellen öffentlich vorgetragen wurden. Da die Zentralbankbürokraten jedoch die Hauptverantwortlichen für die Entstehung von Spekulationsblasen sind, sollten Sie deren Äußerungen zu diesem wichtigen Thema besser nicht ernst nehmen. Der eindeutigen Interessenlage der Akteure entsprechend handelt es sich dabei nämlich schlicht und einfach um Zentralbank-Propaganda ohne analytischen Wert.

Warum man Sturmwarnungen nicht in den Wind schlagen sollte

Liebe Leser,

an den Aktienmärkten stehen erneut alle Zeichen auf Sturm: Drastische Überbewertung, überkaufte Markttechnik in allen relevanten Zeitfenstern, Sentimentindikatoren, die ein Höchstmaß an Euphorie und Sorglosigkeit widerspiegeln, steigende Zinsen an den Anleihemärkten und ein makroökonomisches Umfeld, das sich hart an der Grenze zur Rezession bewegt. Diese Konstellation, die wir in der aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe unseres Börsenbriefs Krisensicher Investieren ausführlich besprechen, mündete in der Vergangenheit immer in eine große Aktienbaisse oder – wie in den Jahren 1929 und 1987 – in einen spektakulären Crash.

Es gibt nur eine einizge Ausnahme, und das sind die vergangenen beiden Jahre. Die oben beschriebene Konstellation der massiven Sturmwarnung liegt nämlich bereits seit 2012 fast ohne Unterbrechung vor. Dennoch ist das Platzen der Blase, der mehr als überfällige Absturz der Aktienmärkte bisher ausgeblieben. „Warum soll es jetzt anders kommen?“, wurde ich am Montag dieser Woche in einem Interview gefragt, „wodurch unterscheidet sich die aktuelle Situation?“