Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Stellen Sie sich mindestens auf eine Kurshalbierung ein

Liebe Leser,

in Bezug auf die Aktienmärkte bin ich in den vergangenen Monaten nicht müde geworden, Sie hier immer wieder auf das sehr hohe Risiko einer bald beginnenden Aktienbaisse hinzuweisen. Wenn Sie meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren lesen, haben Sie sich sicherlich schon mit Short-Produkten eingedeckt, um von den jetzt fallenden Börsenkursen zu profitieren. Denn nun ist es soweit, die Baisse hat begonnen. Ich hoffe sehr, dass Sie darauf vorbereitet sind.

Schließlich gleicht die aktuelle Situation in fast jeder Hinsicht den Jahren 1929, 1972, 1999/2000 und 2007. Wie Sie auf dem folgenden Chart des Dow Jones Industrial Average sehen, stellen diese Jahreszahlen das Who-Is-Who oberer Wendepunkte an den Aktienmärkten dar. Ihnen folgten ausnahmslos verheerende Baissephasen und Rezessionen. Auch dieses Mal wird es so kommen, und wir befinden uns schon mittendrin.

Fast alles spricht für den Beginn einer Goldhausse

Liebe Leser,

vorige Woche habe ich an dieser Stelle die von einer deutschen Bank ausgegebene Parole „Weg mit dem Gold!“ in einen historischen Kontext gestellt. Wenn Sie diesen Beitrag noch nicht gelesen haben, sollten Sie das unbedingt nachholen, damit Sie die Bedeutung dieser radikalen Verkaufsempfehlung für Gold besser einordnen können.

Für all jene, die meinen letzten Marktkommentar verpasst haben, wiederhole ich das Ergebnis dieser Überlegungen gerne noch einmal: Das gesamte Stimmungsbild rund um den Edelmetallsektor passt perfekt zu der Frühphase einer großen Hausse, die fast immer von großer Ignoranz und Ungläubigkeit gekennzeichnet ist.

Damals „Tod der Aktie“, heute „Weg mit Gold!“

Liebe Leser,

„Weg mit dem Gold!“ So lautete am 7. August 2015 eine Schlagzeile in der FAZ. Und das Handelsblatt lässt in seiner Kolumne „Parkettgespräch“ den Chefstrategen der einstigen Privatbank Sal. Oppenheim folgendermaßen zu Wort kommen: „Wir sehen in Gold eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert.“ Als weitere Begründung seiner sehr bearishen Äußerungen verweist er darauf, dass Gold keine Zinsen zahle und keine Dividenden ausschütte.

Beim Sichten dieser Artikel, die sich extrem negativ gegenüber der langfristig so bewährten Anlageklasse Gold äußern, musste ich unwillkürlich an einen unter US-Börsianern berühmt gewordenen Artikel der Wirtschaftszeitschrift Businessweek denken, mit dem sie die Aktie als Anlageklasse beerdigte. Der Aufmacher der Titelseite lautete „The Death of Equities“ (der Tod von Aktien).

Nur 6 Aktien für die Hälfte der Kursgewinne verantwortlich

Liebe Leser,

kürzlich hat das Wall Street Journal über eine interessante Statistik berichtet: Die Marktkapitalisierung der NASDAQ sei seit Jahresanfang um 664 Mrd. $ gestiegen, wobei mehr als die Hälfte dieser Kursgewinne auf nur sechs Aktien zurückgehen: Amazon, Apple, Facebook, Gilead Sciences, Google und Netflix.

Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis dieser glorreichen Sechs beträgt 156,2 Punkte. Apple und Gilead sind mit einem KGV von 13,3 bzw. 12,5 Punkten vergleichsweise günstig bewertet, während Amazon und Netflix mit einem KGV von 335,1 bzw. 508,0 Punkten jenseits von Gut und Böse sind. Im Vergleich dazu erscheinen Facebook mit einem KGV von 45,6 und Google mit 22,8 fast schon moderat bewertet.