Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Der Staat hat als größter Schuldner ein Motiv, die Inflationsrate zu schönen

Liebe Leser,

die offizielle Methode zur Berechnung der Inflationsrate wurde in den vergangenen 30 Jahren kontinuierlich verändert. Die Befürworter dieser statistischen Anpassungen sprechen von methodischen Verbesserungen, die zu einer immer genaueren Inflationsmessung führen sollen. Die Kritiker hingegen sehen in den methodischen Veränderungen zielgerichtete Manipulationen, deren Zweck es sei, die Geldentwertung systematisch geringer auszuweisen, als sie tatsächlich ist.

Tatsache ist, dass die alten Berechnungsmethoden im Ergebnis zu deutlich höheren Inflationsraten führen als die neuen. Fakt ist auch, dass der Staat als mit Abstand größter Schuldner der Hauptprofiteur einer systematisch zu niedrig ausgewiesenen Inflationsrate ist. Im Jargon der Kriminalisten gesprochen hat der Staat also ein starkes Motiv, die Inflationsrate zu schönen.

Ein Motiv haben schließlich auch die das staatliche Geldmonopol verwaltenden Zentralbankbürokraten, die als Herren der Gelddruckmaschine letzten Endes immer die Inflationsmacher sind – und dabei auch noch die Chuzpe haben, sich öffentlich als Währungshüter im Dienste der Preisstabilität zu vermarkten. Dabei dient das Zentralbankwesen mitnichten den Interessen des kleinen Mannes, der ja am stärksten unter hohen Inflationsraten leidet. Nein, das Zentralbankwesen dient in erster Linie der Symbiose aus einem systematisch über seine Verhältnisse lebenden Staates und den Großbanken, die daran blendend verdienen. Doch das ist ein anderes Thema.

Bisher wurden alle Warnungen in den Wind geschlagen

Liebe Leser,

in den vergangenen Monaten habe ich in Bezug auf die Aktienmärkte immer wieder „Gefahr in Verzug!“ gerufen. Dafür gab es zahlreiche gute Gründe, denn nahezu alle bewährten Indikatoren haben massive Warnsignale gegeben. Sie signalisieren eine extrem riskante Lage an den Aktienmärkten und zeigen ein Bild, das in ähnlicher Weise nur in der Nähe der wichtigsten oberen Wendepunkte der Börsengeschichte zu beobachten war, nämlich 1929, 1972, 1987, 2000 und 2007.

66% der deutschen Studenten wollen Staatsdiener werden

Liebe Leser,

die deutsche Jugend zieht es mit Macht in den Staatsdienst. Das ist die für jeden Marktwirtschaftler sehr verstörende Botschaft einer von Ernst & Young in Auftrag gegebenen repräsentativen Befragung von Studenten.

Dieser Studie zufolge ist der Öffentliche Dienst für 30% der befragten jungen Menschen „attraktiv für ihre beruflichen Pläne“. Weitere 19% zieht es in die Wissenschaft und 17% in die Kultur. Da diese beiden Bereiche sehr stark vom Staat dominiert werden, darf man sie getrost dem Staatssektor zurechnen. Das macht dann zusammengenommen 66%. Man mag es kaum glauben, aber dieser Studie zufolge wären sich also zwei Drittel der deutschen Studenten nicht zu schade, mehr oder weniger direkt für den Staat zu arbeiten.

Am anderen Ende der studentischen Beliebtheitsskala befindet sich der Finanzsektor. Zu den Banken fühlen sich nur 6% der Studenten hingezogen, und eine berufliche Zukunft bei einer Versicherung können sich sogar nur 3% der Befragten vorstellen.

Bullishe Goldprognose bestätigt; Trendfolgefonds seit Januar mit 16,2% im Plus

Liebe Leser,

schon vorige Woche habe ich an dieser Stelle die neuen Kaufsignale für Gold besprochen. Der dynamische Ausbruch über die im folgenden Chart rot-gestrichelt eingezeichnete Abwärtstrendlinie hat weiterhin Bestand. In Kombination mit einem sehr niedrigen ADX-Indikator, einem Kaufsignal des Preis-Momentum-Oszillators (PMO), sehr einseitiger Stimmungsindikatoren und ebenso einseitiger Terminmarktpositionierungen spricht dieses charttechnische Kaufsignal für den Beginn einer Aufwärtsbewegung, die mindestens mittelfristigen oder sogar langfristigen Charakter hat.