Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Unseriöse Staatsschuldenpolitik – damals wie heute der Grundstein für steigende Goldpreise

Liebe Leser,

Ende der 1960er Jahre begann die US-Regierung damit, systematisch über ihre Verhältnisse zu leben. Im Rahmen des damaligen Bretton Woods-Weltwährungssystems war diese unseriöse Politik allerdings nicht auf Dauer möglich. Dennoch machten die USA deutlich, dass sie nicht die Absicht hatten, auf den Weg der haushaltspolitischen Tugend zurückzukehren. So wurde das Ende des Bretton Woods-Weltwährungssystems eingeläutet, das im August 1971 dann auch tatsächlich von US-Präsident Richard Nixon offiziell verkündet wurde.

Die Parallelen zwischen der damaligen Situation und der aktuellen Lage sind frappierend. Diesmal lebt aber nicht nur die US-Regierung systematisch über ihre Verhältnisse, sondern fast die ganze Welt. Dass diese unseriöse Politik auch jetzt wieder nicht auf Dauer möglich ist, wissen Sie genauso gut wie ich. Dennoch werden keinerlei Anstalten gemacht, um auf den Weg der haushaltspolitischen Tugend zurückzukehren. Im Gegenteil. Um den Kollaps des Systems zu verzögern, sind die Zentralbanken inzwischen in großem Stil und ohne Rücksicht auf Verluste und Kollateralschäden in die Staatsfinanzierung mit der Gelddruckmaschine eingestiegen. Dauerhaft verhindern können sie den Zusammenbruch unseres Weltwährungssystems damit aber nicht.

Stellen Sie sich mindestens auf eine Kurshalbierung ein

Liebe Leser,

in Bezug auf die Aktienmärkte bin ich in den vergangenen Monaten nicht müde geworden, Sie hier immer wieder auf das sehr hohe Risiko einer bald beginnenden Aktienbaisse hinzuweisen. Wenn Sie meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren lesen, haben Sie sich sicherlich schon mit Short-Produkten eingedeckt, um von den jetzt fallenden Börsenkursen zu profitieren. Denn nun ist es soweit, die Baisse hat begonnen. Ich hoffe sehr, dass Sie darauf vorbereitet sind.

Schließlich gleicht die aktuelle Situation in fast jeder Hinsicht den Jahren 1929, 1972, 1999/2000 und 2007. Wie Sie auf dem folgenden Chart des Dow Jones Industrial Average sehen, stellen diese Jahreszahlen das Who-Is-Who oberer Wendepunkte an den Aktienmärkten dar. Ihnen folgten ausnahmslos verheerende Baissephasen und Rezessionen. Auch dieses Mal wird es so kommen, und wir befinden uns schon mittendrin.

Fast alles spricht für den Beginn einer Goldhausse

Liebe Leser,

vorige Woche habe ich an dieser Stelle die von einer deutschen Bank ausgegebene Parole „Weg mit dem Gold!“ in einen historischen Kontext gestellt. Wenn Sie diesen Beitrag noch nicht gelesen haben, sollten Sie das unbedingt nachholen, damit Sie die Bedeutung dieser radikalen Verkaufsempfehlung für Gold besser einordnen können.

Für all jene, die meinen letzten Marktkommentar verpasst haben, wiederhole ich das Ergebnis dieser Überlegungen gerne noch einmal: Das gesamte Stimmungsbild rund um den Edelmetallsektor passt perfekt zu der Frühphase einer großen Hausse, die fast immer von großer Ignoranz und Ungläubigkeit gekennzeichnet ist.

Damals „Tod der Aktie“, heute „Weg mit Gold!“

Liebe Leser,

„Weg mit dem Gold!“ So lautete am 7. August 2015 eine Schlagzeile in der FAZ. Und das Handelsblatt lässt in seiner Kolumne „Parkettgespräch“ den Chefstrategen der einstigen Privatbank Sal. Oppenheim folgendermaßen zu Wort kommen: „Wir sehen in Gold eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert.“ Als weitere Begründung seiner sehr bearishen Äußerungen verweist er darauf, dass Gold keine Zinsen zahle und keine Dividenden ausschütte.

Beim Sichten dieser Artikel, die sich extrem negativ gegenüber der langfristig so bewährten Anlageklasse Gold äußern, musste ich unwillkürlich an einen unter US-Börsianern berühmt gewordenen Artikel der Wirtschaftszeitschrift Businessweek denken, mit dem sie die Aktie als Anlageklasse beerdigte. Der Aufmacher der Titelseite lautete „The Death of Equities“ (der Tod von Aktien).