Marktkommentar-Archiv
In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.
Am Gipfel der Spekulationsblase
Liebe Leser,
die Party an der US-Börse scheint kein Ende zu nehmen. Die Stimmung bei den Wall Street-Banken, deren Gewinne im Aktienhandel im 2. Quartal 2026 neue Rekorde aufgestellt haben, ist ebenso euphorisch wie die Stimmung zahlreicher Privatanleger.
Der S&P 500 hat inzwischen neue Allzeithochs erreicht. Darauf waren die Leser meines Börsenbriefs Krisensicher Investieren bestens vorbereitet, da unsere regelmäßig besprochenen Kennzahlen und Prognosemodelle trotz zunehmender Warnsignale eine weitere Aufwärtswelle an den Aktienmärkten angekündigt hatten. Nachdem diese Vorhersage eingetroffen ist, betrachte ich die aktuelle
Marktsituation jedoch mit wachsender Sorge.
Gold gibt Kaufsignal
Liebe Leser,
während der hochspekulative Technologie-Sektor den S&P 500 wie von uns erwartet auf neue Hochs getrieben hat, korrigierte der Goldpreis seit Ende Januar 2026 um über 20%. Obwohl wir langfristig aufgrund positiver Rahmenbedingungen sehr bullish für das Edelmetall sind, war diese im Gesamtbild einer langfristigen Hausse überschaubare Korrektur in unseren Augen eine gesunde und völlig normale Entwicklung.
Erinnern wir uns zurück: 2025 waren Gold und der Goldminensektor die Shootingstars und aus Sicht der meisten Anleger und Analysten die Börsenüberraschungen schlechthin. Der Goldpreis stieg um 65%, und der HUI-Goldminen Index legte sogar um rund 150% zu.
Dieser rasante Anstieg setzte sich bei Gold bis Ende Januar
2026 fort, beim Goldminen Index sogar noch einen Monat länger, und löste eine zwar begrenzte, aber fast schon ungesunde Euphorie aus, die sogar in der Berichterstattung der Massenmedien Spuren hinterließ. Dann setzte der Goldpreis zu der oben ausgeführten Korrektur an.
Die Jahresschlusskurse von 2025 wurden inzwischen übrigens schon wieder überschritten. Seit Anfang des Jahres sind also sowohl der Goldpreis als auch der Goldminen Index im Plus.
KI-Blase – Short-Chancen für kluge Anleger
Liebe Leser,
in den Finanzseiten auflagenstarker Tages- und Wochenzeitungen ist der Ausdruck „KI-Blase“ in den Schlagzeilen allgemein vertreten. Allerdings wird das Wort „Blase“ eher als ein nach traditionellen Bewertungsmethoden überbewertetes, aber nicht in Zweifel zu ziehendes Dauerwachstumsmodell verstanden, da viele Journalisten und Analysten von künstlicher Intelligenz Großes erwarten.
Mein persönliches Unsinns-Highlight zu diesem Thema lieferte kürzlich ein Autor der FAZ. Laut ihm könnte die KI-Blase dann platzen, wenn staatliche Investitionen in erneuerbare Energien versäumt würden. Das in der hohen fundamentalen Bewertung vorausgesetzte exponentielle Wachstum der durch künstliche Intelligenz erzielbaren Renditen ist für den
Autor also nicht Schwachpunkt und fragwürdige Voraussetzung der KI-Erfolgsprognosen. Seiner Meinung nach könne nur ein Mangel an grüner Politik das katastrophale Ende der Blase herbeiführen.
Staatsschuldenfalle – Mit Gold retten Sie Ihr Vermögen
- Staatsverschuldung in der Theorie
- Schönrednerei in der Praxis
- Teufelskreis Zins und Inflation
- Kaufen Sie Gold sowie Edelmetall- und Rohstoffaktien
Liebe Leser,
in seinem großspurigen Wahlkampf des Jahres 2024 schrieb sich der amtierende US-Präsident Donald Trump noch eine Kehrtwende bezüglich der in den vergangenen Jahrzehnten stetig angewachsenen Staatsverschuldung der Vereinigten Staaten auf die Fahne. Kurz nach seinem Amtsantritt betraute er sogar niemand Geringeren als Elon Musk sehr medienwirksam mit der Aufgabe, die Staatsausgaben und das strukturelle Haushaltsdefizit zu senken, also Staatschulden abzubauen.
Von diesem Wahlversprechen ist inzwischen nichts mehr übriggeblieben. Ähnlich wie der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz täuschte Trump seine um die steigende Staatsverschuldung durchaus besorgte Wählerschaft und fuhr dort fort, wo sein Vorgänger Joe Biden aufgehört
hatte. Seit Trumps zweiter Amtsübernahme ist die US-Staatsschuldenquote um über zwei Prozentpunkte angestiegen. Dass diese politische Fehlentwicklung in Zukunft durch andere politische Akteure korrigiert wird, halte ich aufgrund meiner makroökonomisch-politischen Analyseergebnisse für nahezu ausgeschlossen.
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