Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Geldentwertung ist Enteignung durch die Hintertür

Liebe Leser,

gemessen am Produzentenpreisindex ist die Geldentwertung in den USA im Oktober im Vergleich zum Vorjahr auf 8,6% gestiegen, gemessen am Konsumentenpreisindex waren es 6,2%. Das ist der höchste Wert seit 1990. In der Eurozone ist die offizielle Inflation mit 4,1% zwar niedriger. Bei einem teilweise negativen Zinsniveau trifft sie europäische Sparer und Anleihenkäufer aber fast genauso hart wie ihre Leidensgenossen in den USA.

Trotz dieser drastischen Enteignung durch die Hintertür halten sowohl die Fed als auch die EZB an ihrer Nullzinspolitik fest. Es ist vor allem die extrem hohe Staatsverschuldung, die sie vor Zinserhöhungen zurückschrecken lässt. Vielleicht spielt auch die Angst vor dem Platzen der gigantischen Spekulationsblasen eine gewisse Rolle, doch darüber sprechen die Zentralbanker zumindest in der Öffentlichkeit nicht.

Kursanstieg auf neue Hochs

Liebe Leser,

es hatte sich in meinen Analysen bereits abgezeichnet, und jetzt ist es eingetreten: Mein mittelfristig orientierter Momentumindikator hat ein klares Kaufsignal für Gold gegeben. In Kombination mit den schon seit einigen Wochen wieder steigenden Preisbändern meines Gold-Preisbänder-Indikators lässt diese Entwicklung nur eine Prognose zu, in den kommenden Monaten wird der Goldpreis neue Hochs erreichen.

Viel deutlicher als es jetzt der Fall ist, kann kaum zum Einstieg geklingelt werden. Dennoch ist das Interesse der meisten Anleger noch gering, vor allem in den USA. Doch das ist am Beginn großer Aufwärtsbewegungen völlig normal, um nicht zu sagen eine grundlegende Voraussetzung. Denn viele Anleger kaufen erst, nachdem die Kurse schon deutlich gestiegen sind und für Schlagzeilen sorgen.

Schwaches US-Wirtschaftswachstum

Liebe Leser,

trotz der drastisch gestiegenen Staatsausgaben – natürlich auf Pump – betrug das US-Wirtschaftswachstum gemessen am BIP im 3. Quartal 2021 nur 2%. Die im Vorfeld befragten Volkswirte hatten noch mit 2,6% gerechnet, nachdem sie vor einigen Monaten sogar ein Plus von 6% für dieses Quartal prognostiziert hatten.

Die deutliche konjunkturelle Abschwächung, die sich in unseren Analysen abgezeichnet hatte, ist also eingetreten. Die Aktienmärkte zeigten sich von dieser realwirtschaftlichen Verschlechterung jedoch unbeeindruckt. Die Abkoppelung der Finanzmärkte von der Realwirtschaft hält also immer noch an.

Der Edelmetallsektor zeigt sich genauso bullish wie im Jahr 2016

Liebe Leser,

von der Öffentlichkeit und den Medien weitgehend unbemerkt, ist der XAU Goldminen Index in den vergangenen vier Wochen bereits um 15% gestiegen. Kaufsignale für Gold gab es bereits zuhauf. Für aufmerksame Beobachter und Leser meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren kam dieser Kursanstieg also nicht überraschend.

Darüber hinaus habe ich Sie auch an dieser Stelle schon auf die große Ähnlichkeit der aktuellen Situation im Edelmetallsektor mit der Lage im Januar 2016 hingewiesen. Genau wie damals war der Minenindex auch jetzt wieder auf ein neues Tief gefallen, obwohl der Goldpreis bereits gestiegen war.