Marktkommentar-Archiv

In unserem Archiv finden Sie chronologisch geordnet alle bisher erschienenen Marktkommentare von Claus Vogt. Wir wünschen Ihnen eine unterhaltsame und gewinnbringende Lektüre.

Liebe Leser,

nach jahrelanger Minuszinspolitik sowie billionenschweren Anleihenkäufen, die der eigentlich verbotenen Finanzierung maroder EU-Mitgliedstaaten dienen, hat die EZB am 21. Juli 2022 die Zinsen von minus 0,5% auf 0% angehoben. 0% bei einer offiziellen Inflationsrate von 8,6% im Euro-Raum. Der geldpolitische Skandal der Wohlstandsvernichter in den Zentralbanken geht also weiter.

Eine seriöse Geldpolitik, deren Ziel es ist, für Geldwertstabilität zu sorgen, sieht völlig anders aus. Sie müsste für einen Zinssatz sorgen, der höher ist als die Inflationsrate. Alles andere ist eine hinterhältige Enteignung der Sparer und vernichtet Wohlstand.

Liebe Leser,

im Dezember 2020 habe ich meine Leser in einer Krisensicher Investieren-Themenschwerpunkt-Ausgabe auf eine exzellente Kaufgelegenheit bei Aktien des klassischen Energiesektors aufmerksam gemacht. Tatsächlich sind die Kurse der Ölaktien seither stark gestiegen.

Die langfristigen Rahmenbedingungen, die ich damals analysiert und als überaus bullish bezeichnet habe, sind nach wie vor intakt. Durch die Russlandsanktionen werden sie sogar noch verstärkt.

Liebe Leser,

im Euro gerechnet, ist der Goldpreis seit Anfang des Jahres mit 6% im Plus, im Dollar hingegen mit 4,8% im Minus. Obwohl für europäische Anleger natürlich das Ergebnis im Euro relevant ist, schaut auch hier alle Welt nur auf den Dollarkurs des Goldes.

Der folgende Chart zeigt Ihnen die Entwicklung des Goldpreises in Euro seit 2017. Wie Sie sehen, befindet er sich in einem klaren Aufwärtstrend. Aus dieser Perspektive betrachtet, ist der Kursrückgang seit Anfang März dieses Jahres eine offensichtlich harmlose Korrektur.

Liebe Leser,

„Rohstoffe, Energiewende und Inflation – Überblick und Bestandsaufnahme im Vorfeld der sich abzeichnenden Rezession“. So heißt unsere gerade erschienene Themenschwerpunkt-Ausgabe, in der wir die stark gestiegene Teuerung analysieren. Dabei zeigen wir Ihnen, dass es neben einer unseriösen Geld- und Staatsschuldenpolitik zusätzliche strukturelle inflationäre Kräfte gibt.

Diese strukturellen Inflationstreiber sind langfristiger Natur. Folglich können sie mit kurzfristigen politischen Maßnahmen nicht entschärft werden. Deshalb haben wir schon vor über einem Jahr den Beginn einer neuen Inflationsära prognostiziert.