Themen - August 2026

KI-Blase – Short-Chancen für kluge Anleger

Liebe Leser,

in den Finanzseiten auflagenstarker Tages- und Wochenzeitungen ist der Ausdruck „KI-Blase“ in den Schlagzeilen allgemein vertreten. Allerdings wird das Wort „Blase“ eher als ein nach traditionellen Bewertungsmethoden überbewertetes, aber nicht in Zweifel zu ziehendes Dauerwachstumsmodell verstanden, da viele Journalisten und Analysten von künstlicher Intelligenz Großes erwarten.

Mein persönliches Unsinns-Highlight zu diesem Thema lieferte kürzlich ein Autor der FAZ. Laut ihm könnte die KI-Blase dann platzen, wenn staatliche Investitionen in erneuerbare Energien versäumt würden. Das in der hohen fundamentalen Bewertung vorausgesetzte exponentielle Wachstum der durch künstliche Intelligenz erzielbaren Renditen ist für den Autor also nicht Schwachpunkt und fragwürdige Voraussetzung der KI-Erfolgsprognosen. Seiner Meinung nach könne nur ein Mangel an grüner Politik das katastrophale Ende der Blase herbeiführen.

Bedenkliche Risiken

Ich beurteile die Marktlage anders als die Mainstream-Presse. Auf die Parallelen des KI-Investitionswettlaufs zu historischen Spekulationsblasen wie der Eisenbahnblase im 19. Jahrhundert habe ich bereits hingewiesen. Damals entpuppte sich ein Großteil des verlegten Schienennetzes als unprofitable Fehlinvestition. Ganz ähnlich verlief der große Glasfaserboom Ende der 1990er Jahre.

Für uns lauten die entscheidenden Fragen: In welcher Weise können die Leser unseres Börsenbriefes Krisensicher Investieren am besten profitieren, wenn sich der KI-Boom als ähnlich große Fehlentwicklung herausstellt? Und wo bieten sich jetzt schon Chancen für Short-Positionen, um an Kurseinbrüchen zu verdienen?

Erste Möglichkeiten zeichnen sich für strategisch ausgerichtete Anleger jetzt ab. Denn die Schwergewichte des KI-Booms tragen die Ausfallrisiken ihrer gigantischen Investitionen im Feld der künstlichen Intelligenz brisanterweise nicht allein. Die Risiken wurden teilweise sehr geschickt ausgelagert, und dieses Konstrukt beginnt nun zu bröckeln.

Faule Kredite

Ein Großteil der Investitionen in KI-Infrastrukturprojekte wird über sogenannte Private Credit-Firmen abgewickelt, die Kredite an die großen Player vergeben. Zahlen der Großbank Morgan Stanley schätzen den externen Finanzierungsbedarf für KI-Datencenter für den Zeitraum 2025 bis 2028 auf ungefähr 1,5 Billionen US-Dollar, was einem Anteil von 52% aller Investitionen entspricht. Die Finanzierung dieser gigantischen Summe erfolgt vor allem durch Private Credit-Firmen. Auf sie entfallen über 50% des gesamten externen Finanzierungsbedarfs innerhalb dieses Zeitraums. Es geht in diesem schnell gewachsenen und hochspekulativen Bereich also um sehr große Summen.

Die Unternehmen vergeben diese Kredite aber nicht ausschließlich auf eigenes Risiko, sondern arbeiten wiederum mit Fremdkapital. Die relativ hohen Zinsen aggregieren sich zu einem Gewinn für das Private Credit-Unternehmen, von welchem ein Teil als Rendite an die Geldgeber ausbezahlt wird. Anders als Banken unterliegen Private Credit-Unternehmen keinen strengen Auflagen, die das Risiko für Investoren begrenzen. Es gibt keine Einlagensicherung, und das Regelwerk zur Risikobegrenzung ist deutlich laxer. Durch diese Rahmenbedingungen konnten hochriskante Kredite zu Lasten der Investoren vergeben werden.

Erste Short-Kandidaten

Erste Warnsignale sind im Private Credit-Segment bereits sichtbar. So ist der Aktienkurs des Unternehmens Blue Owl Capital seit seinem Hoch Ende Januar 2025 bereits um knapp 60% gefallen. Das Unternehmen hob sich von der Konkurrenz innerhalb des Sektors ab, indem es Anlegern ermöglichte, ihr investiertes Geld innerhalb vergleichsweise kurzer Zeiträume wieder einzufordern. Starke Mittelabflüsse zwangen es jedoch zu einem Rückzahlungsstopp und dem Verkauf von Krediten, um an Liquidität zur Bedienung der Anleger zu kommen. Konkurrenten wie Blackstone und Apollo, bei denen es ebenfalls zu hohen Mittelabflüssen kam, haben sich durch einen längeren Bindungszeitraum für Fremdkapital wahrscheinlich nur Zeit verschafft und werden bald mit ähnlichen Problemen zu kämpfen haben.

Die Charttechnik untermauert diese fundamentale Misserfolgsstory. Über den ganzen Sektor hinweg sind große Topformationen zu erkennen, die auf sehr gewichtige Kursrückgänge hindeuten.

Timing ist alles

Dennoch kann ich Sie nur zur Vorsicht mahnen: Short gehen, das heißt, auf fallende Kurse zu setzen, ist ein schwieriges Geschäft, das höchste Disziplin erfordert. Um als Short-Seller erfolgreich zu sein, reicht es nicht, den richtigen Sektor ausfindig zu machen. Mein Team und ich beobachten das Segment des Private Credit-Geschäfts sehr genau und werden für Sie nicht nur die passenden Short-Kandidaten heraussuchen, sondern mithilfe meiner in 40 Jahren Börsenerfahrung optimierten charttechnischen Indikatoren auch das Timing der Short-Verkäufe – also Einstieg und Ausstieg sowie Stop-Loss-Marken – genau festlegen. Nur Einstiegspunkte, die ein besonders attraktives Chance-Risiko-Verhältnis aufweisen, kommen bei uns für das Eingehen von Short-Positionen in Frage.

Welche Private Credit-Aktien Sie wann Short gehen müssen, um vom Ende der KI-Blase zu profitieren und welche Kaufgelegenheiten mit bestechendem Chance-Risiko-Verhältnis gerade jetzt im Edelmetallsektor und bei ausgewählten Rohstoff- und Ölservice-Unternehmen bestehen, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe meines hochwertigen Börsenbriefes Krisensicher Investieren – kritisch, unabhängig und erfolgreich – jetzt 30 Tage kostenlos zum Kennenlernen.

Ich wünsche Ihnen eine schöne Woche.

Herzliche Grüße,

Ihr

P.S.: Bitcoin-Freunde aufgepasst: Auch beim Bitcoin zeichnet sich eine vielleicht historische Short-Gelegenheit ab. Mehr dazu in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.