Kaufsignal Gold: Kursziel über 1.380 US-Dollar

DAX legt Rückwärtsgang ein

Liebe Leser,

seit Anfang September ist der Goldpreis rund 7% gestiegen, während es mit dem Index der Goldminenaktien rund 17% nach oben gegangen ist. Wie unsere Indikatoren zeigen, ist das nur der bescheidene Anfang einer großen Aufwärtsbewegung. Tatsächlich deutet an den Edelmetallmärkten alles auf das Ende der langen und entnervenden Korrektur hin, die Mitte 2016 begonnen hatte.

Ein völlig anderes Bild zeigt sich an den Aktienmärkten. Hier hat mit hoher Wahrscheinlichkeit eine zyklische Baisse begonnen, in deren Verlauf die Kurse stark fallen werden. Obwohl der DAX bereits um mehr als minus 20% eingebrochen ist und zu den schwächsten Indizes weltweit gehört, ist das wahrscheinlich erst der Anfang. Die Zeichen stehen auf Sturm. Das Jahr 2019 verspricht überaus spannend zu werden. Gut informierten und flexiblen Anlegern werden sich in diesem Umfeld großartige Chancen eröffnen, während die breite Masse wieder einmal von fallenden Kursen überrascht wird.

Gold bricht nach oben aus

Wie von mir erwartet, hat der Goldpreis seine fünfmonatige Bodenformation mit einem Ausbruch nach oben beendet. Das sehen Sie auf dem folgenden Chart.

Goldpreis pro Unze in US-$, 2018
Der Ausbruch aus der fünfmonatigen Bodenformation ist erfolgt, ein charttechnisches Kaufsignal.
Quelle: StockCharts.com

Damit hat Gold ein charttechnisches Kaufsignal gegeben. Dieses Signal ist von sehr viel größerer Bedeutung, als es beim Blick auf diesen Chart zunächst den Anschein haben mag.

Ein wichtiges Argument für diese Aussage ist die Tatsache, dass die Sentimentindikatoren im Laufe dieser Bodenbildung Extremwerte erreicht haben. Ein zweites Argument kommt von den Terminmärkten, wo die Gruppe der Hedger seit vielen Wochen ein Verhalten an den Tag gelegt hat, das ungewöhnlich bullish ist.

Momentum-Indikator signalisiert großes Aufwärtspotenzial für Gold

Ein weiteres, brandaktuelles Argument kommt von einem speziellen Momentum-Indikator. Wie Sie in der am Montagabend, den 17. Dezember erscheinenden Monatsausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren lesen, hat dieser Indikator gerade ein sehr bedeutendes Kaufsignal für Gold gegeben.

Es geht weit über das gerade besprochene charttechnische Kaufsignal hinaus, weil es auf den Beginn einer großen Aufwärtswelle hindeutet. Während das charttechnisch hergeleitete Kursziel nur bei 1.300 $ bis 1.320 $ liegt, deutet der Momentum-Indikator auf eine sehr viel größere Kursbewegung hin.

Ganz konkret besagt dieses Signal, dass der Goldpreis über 1.380 $ steigen wird. Wie Sie auf meinem nächsten Chart sehen, verläuft auf diesem Niveau die obere Begrenzungslinie einer mehr als fünfjährigen, ganz massiven Bodenformation. Reine Chartanalysten werden erst nach einem Ausbruch über diese Marke so richtig bullish werden. Ich bin es aufgrund des Momentum-Indikators schon jetzt.

Goldpreis pro Unze in US-$, 2012 bis 2018
Der oben besprochene Indikator signalisiert einen Anstieg über die chattechnisch wichtige Widerstandslinie bei rund 1.380 $ pro Unze.
Quelle: StockCharts.com

Welche Goldminenaktien Sie jetzt kaufen sollten, um von der erwarteten Edelmetallhausse zu profitieren, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren. Weil ich so überzeugt bin vom starken Anstieg, habe ich hier ein eigenständiges Goldminen-Depot aufgebaut. Und in der ebenfalls am Montag erscheinenden Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „Wirtschaft, Zinsen, Immobilien, Aktien, Gold – wichtige Wendepunkte sind erreicht“ erfahren Sie, wie brisant die Lage an den Aktienmärkten ist, was Sie 2019 erwartet und warum die Ankündigung des US-Notenbank-Chefs Jerome Powell, die Zinsen nicht mehr so stark anzuheben wie ursprünglich beabsichtigt, keine gute Nachricht ist und wenig nützen wird.

Ich wünsche Ihnen einen fröhlichen dritten Advent,

Herzliche Grüße,

Ihr

P.S.: Die US-Börse ist extrem überbewertet. Deshalb müssen Sie mit erheblichen Kursrückgängen rechnen. Bereiten Sie sich darauf vor mit meinem Börsenbrief KI.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?

Mangelnde Aufsicht über die "Studierendenschaften"

Wo sind sie denn nur hingekommen, meine Steuergroschen?
Autor: Gotthilf Steuerzahler

Liebe Leserinnen und Leser,

vor einigen Tagen berichteten die Medien, dass die Hochschulleitungen in Hessen ihren Aufsichtspflichten gegenüber den Studierendenschaften nicht ausreichend nachkämen. Die frühere Bezeichnung „Studentenschaft“ ist inzwischen verpönt, auch der Gesetzgeber spricht nur noch von „Studierendenschaft“. Vergleichbare Berichte über mangelnde Aufsicht und Unregelmäßigkeiten bei den Studierendenschaften gab es in den letzten Jahren mehrfach auch aus anderen Bundesländern.

Die Studierendenschaften haben in den meisten Bundesländern den Status einer öffentlich-rechtliche Teil- bzw. Gliedkörperschaften der jeweiligen Hochschule. Für die Studenten besteht eine Pflichtmitgliedschaft, auch sind sie zur Zahlung von Beiträgen verpflichtet. Als oberstes beschlussfassendes Organ der Studierendenschaft wählen die Studenten das Studierendenparlament. Dieses wählt dann den Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA). Der AStA bewirtschaftet die Beitragsmittel. Das Studierendenparlament setzt die Höhe der Beiträge fest, beschließt den Haushaltsplan und entlastet den AStA.

Der Umfang der Beitragsmittel ist bei größeren Hochschulen recht erheblich. An der größten hessischen Hochschule, der Universität Frankfurt, kassierte die Studierendenschaft im Jahr 2016 mehr als 20 Millionen Euro von den Studenten. Über 90 Prozent davon wurden allerdings als „durchlaufender Posten“ an die Verkehrsverbünde für die Semestertickets weitergeleitet.

Geringes Interesse an Haushaltsplänen und Entlastungen

Die Hochschulleitungen üben die Rechtsaufsicht über die Studierendenschaften aus. Sie genehmigen die Satzungen und die Höhe der Beiträge. Die Haushaltspläne und Rechnungsergebnisse bedürfen der Zustimmung der Hochschulleitungen. In Hessen verhielt es sich so, dass mehrere Hochschulleitungen keine Entlastung für die Rechnungsergebnisse erteilten und dennoch die Haushaltspläne für die Folgejahre genehmigten. Selbst auf fehlende Haushaltspläne reagierten die Hochschulleitungen nicht.

Verluste durch größere Veranstaltungen

Ohne Kontrolle der Hochschulleitungen war es möglich, dass eine Studierendenschaft bei einem von ihr ausgerichteten Sommerfest einen Verlust von 50.000 Euro erwirtschaftete. Einer weiteren fehlten 19.500 Euro in der Kasse. Das erinnert an spektakuläre Fälle in anderen Bundesländern, wo Rockkonzerte und Hochschulpartys von dem jeweiligen AStA veranstaltet wurden, die mit erheblichen Verlusten endeten.

Vielfach kommen die studentischen Verantwortlichen im AStA mit der wirtschaftlichen Dimension derartiger Großveranstaltungen nicht zurecht oder können Unterschleife nicht verhindern. In einigen Fällen wurden in den anderen Bundesländern die verantwortlichen AStA-Mitglieder für die entstandenen Verluste in Haftung genommen, was sie für ihren weiteren Lebensweg finanziell erheblich belasten dürfte.

Die von den Studenten zu zahlenden Beiträge sind vielfach zu hoch

Die Studierendenschaften beschließen die Satzungen und erheben Beiträge. Die Satzungen und die Beiträge sind von der jeweiligen Hochschulleitung zu genehmigen. In Hessen waren nur an wenigen Hochschulen alle Satzungen genehmigt. Auch wurden die Beiträge nicht überall geprüft und genehmigt. Mehrfach lagen keine nachvollziehbaren Kalkulationen vor.

Eine Studierendenschaft verfügte über ein Vermögen von über 830.000 Euro. Auch dieses Phänomen ist bei Studierendenschaften in anderen Bundesländern bereits mehrfach festgestellt worden. Die Bildung überhöhter Rücklagen geht darauf zurück, dass die Beitragseinnahmen den Finanzbedarf deutlich übersteigen. In Hessen wollen sich die Hochschulleitungen künftig alle Satzungen zur Genehmigung vorlegen lassen und für angemessene Beitragshöhen sorgen.

Die Studenten in den Entscheidungsgremien sind häufig überfordert

Die Studenten in den Entscheidungsgremien der Studierendenschaften sind häufig nur unzureichend mit den Haushaltsangelegenheiten vertraut. Neben den Anforderungen ihres Studiums können sie den Obliegenheiten, die sich aus der studentischen Selbstverwaltung ergeben, oft nicht ordnungsgemäß nachkommen. Deshalb sollten sie von den Hochschulverwaltungen unterstützt werden. Zusätzlich könnten fachkundige Dritte zur Unterstützung hinzugezogen werden. Dadurch ließen sich auch Haftungsrisiken für die entscheidungsbefugten Studenten verringern.

Die gesetzlichen Regelungen sollten verschärft werden

Das hessische Wissenschaftsministerium will mit allen Hochschulen des Bundeslandes erörtern, wie die Rechtsaufsicht über die Studierendenschaften verbessert werden kann. Das Ministerium erwägt darüber hinaus, die Studierendenschaften künftig zu verpflichten, externen Sachverstand wie Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer bei der Haushaltsführung einzubinden. Es prüft, ob dafür rechtliche Regelungen geändert oder eingeführt werden müssen.


Die Bemühungen des hessischen Wissenschaftsministeriums sind zu begrüßen, liebe Leserinnen und Leser. Auch in anderen Bundesländern hat der Gesetzgeber reagiert und die gesetzlichen Bestimmungen verschärft, um Missstände bei der Haushaltsführung der Studierendenschaften möglichst zu verhindern, sagt zustimmend

Ihr

Gotthilf Steuerzahler