Große Gewinne und Chancen 2019: Gold long, Aktien short

Das 4. Quartal 2018 ist die Blaupause für 2019

Liebe Leser,

im vierten Quartal 2018 ist der S&P 500 Index um 15% gefallen. Dem DAX ist es mit einem Minus von 14% kaum besser ergangen. Im Unterschied dazu ist der Goldpreis im selben Zeitraum um 7,5% gestiegen, während der Index der Goldminenaktien sogar um 11,6% zugelegt hat. Meine Analysen zeigen, dass dieser Trend – Aktien runter, Goldpreis hoch – auch in den kommenden Quartalen anhalten wird.

Der Edelmetallsektor ist eine der wenigen Anlageklassen, die langfristig nicht mit den Aktienmärkten korrelieren. Das heißt, manchmal steigen und fallen die beiden Märkte gleichzeitig, manchmal entwickeln sie sich gegenläufig. Jetzt hat eine Phase der gegenläufigen Entwicklung begonnen, die in vielerlei Hinsicht dem Jahr 2001 gleicht. Damals fiel der S&P 500 um mehr als 40%, während der Goldpreis einen nahezu gleichgroßen Kursanstieg verbuchte.

Aktien sind noch keine Kaufgelegenheit

US-Präsident Trump, der sich wohl auch für einen Finanzmarktexperten hält, und nahezu alle Wall Street-Ökonomen sprechen nach den Kursverlusten des vierten Quartals bereits von einer Kaufgelegenheit an den Aktienmärkten. Sie alle prognostizieren für 2019 steigende Kurse.

Mein aus zahlreichen Komponenten bestehendes Prognosemodell weist hingegen in eine völlig andere Richtung. Es kommt zu dem Ergebnis, dass an den Aktienmärkten eine Baisse begonnen hat – mit der Betonung auf „begonnen“. Und diese Baisse hat aufgrund der sehr hohen Überbewertung der US-Börse noch viel Platz nach unten.

Drittelung des S&P 500 wäre nur eine Normalisierung

Beim Lesen diverser Jahresausblicke hat mich ein Punkt besonders erstaunt: Die extrem hohe Überbewertung der US-Börse wird kaum erwähnt. Hier ist nicht der Platz, um die große Bedeutung der fundamentalen Bewertung zu zeigen und mit Belegen zu untermauern. Das habe ich ausführlich in der Krisensicher Investieren Themenschwerpunkt-Ausgabe „So wichtig ist die fundamentale Bewertung“ getan.

Hier mag ein Hinweis auf das Ergebnis genügen: Eine bisher noch in jeder Baisse stattgefundene Normalisierung des Bewertungsniveaus erfordert eine Drittelung der S&P 500 Index. Ich spreche hier ausdrücklich nur von einer Normalisierung und nicht etwa von einem Worst-Case-Szenario. Das Risiko ist an den Aktienmärkten also trotz der jüngsten Kursrückgänge noch ganz erheblich.

10 Jahre Bitcoin - Der Millionärs-Traum zerplatzt wie eine Seifenblase

Wie schnell eine Blase platzen kann, konnten Sie sehr schön bei der Kryptowährung Bitcoin erleben, die diese Woche ihren 10. Geburtstag feiert. Wahrscheinlich ist den wenigsten Bitcoin-Anlegern zum Feiern zumute, denn 2018 ist der Bitcoin-Kurs um satte 80% eingebrochen. So fiel der Kurs von knapp 20.000 US-Dollar am 1. Januar 2018 auf 3.865 US-Dollar am 31. Dezember 2018.

Doch wie an den Aktienmärkten beherrschen auch hier weiterhin rundum bullishe Meldungen das Bild, frei nach dem Motto: „Neues Jahr, neues Glück“. Was Sie über Geld, Gold und Kryptowährungen wissen sollten, lesen Sie kompakt und verständlich auf 100 Seiten in meinem neuen Buch: „Bitcoin & Co. – Finte oder Neugestaltung des Geldsystems?

Profitieren Sie von fallenden Aktienkursen …

Es gibt allerdings auch eine optimistische Lesart des gerade Gesagten: Die Chancen auf Kursgewinne mit Zertifikaten oder ETFs, die von fallenden Kursen profitieren, sind sehr groß. Wenn Sie als Anleger entsprechend flexibel sind, dann sollten Sie dieses Gewinn-Potenzial nutzen. Wie genau, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren. Einen Gewinn von 40% haben wir gerade erst mit einem Short-Zertifikat auf die Lanxess-Aktie realisiert.

… und von steigenden Goldminenaktien

Wie oben bereits gesagt, sind die Kurse der Goldminenaktien im vierten Quartal um 11,6% gestiegen. Das ist der erste kleine Schritt einer starken Aufwärtsbewegung, die meine Edelmetall-Indikatoren schon seit geraumer Zeit prognostizieren. Konkret rechne ich damit, dass der Goldpreis in den kommenden Monaten aus seiner mächtigen Bodenformation der vergangenen Jahre nach oben ausbrechen wird. Der folgende Chart zeigt Ihnen den Verlauf des Goldpreises seit 2013 zusammen mit meinem Preisbänder-Indikator.

Goldpreis pro Unze in $, KI-Preisbänder-Indikator, 2012 bis 2019
Im Spätsommer 2018 haben meine Indikatoren neue Rekorde aufgestellt. Deren Botschaft lautet: Bei Gold bahnt sich etwas Großes an.
Quelle: StockCharts.com

Die fette blaue Linie markiert die Obergrenze der gerade genannten Bodenformation. Sie verläuft ganz leicht nach unten geneigt bei rund 1.360 $ pro Unze. Die roten Kreise kennzeichnen Phasen, in denen meine Edelmetall-Indikatoren extrem bullish waren. Auf zwei dieser insgesamt drei Kaufsignale folgte mehr oder weniger sofort ein starker Kursanstieg. Beim dritten Signal, das im Sommer vorigen Jahres gegeben wurde, ging es zunächst noch etwas weiter abwärts mit den Kursen. Dabei erreichten die Indikatoren Rekordwerte, die sogar das Geschehen um die Jahrtausendwende in den Schatten stellten.

Damals begann eine 10-jährige Edelmetallhausse, in deren Verlauf sich der Goldpreis mehr als versiebenfachte. Ausgewählte Goldminen verzeichneten sogar noch deutlich höhere Kursgewinne. Eine ähnliche Entwicklung erwarte ich auch jetzt wieder.

Mit welchen Minenaktien aus meinem Gold-Favoriten-Depot Sie sich für diese Hausse 2019 am besten positionieren und wie Sie von fallenden Kursen anderer Sektoren profitieren, lesen Sie in meinem Börsenbrief Krisensicher Investieren.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende,

Herzliche Grüße,

Ihr

P.S.: Auch im Bankensektor wackelt es schon gewaltig. Bereiten Sie sich jetzt auf das spannende Börsenjahr 2019 vor, und lesen Sie unsere KI-Themenschwerpunkt-Ausgabe „Wirtschaft, Zinsen, Immobilien, Aktien, Gold – wichtige Wendepunkte sind erreicht“. Es lohnt sich.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?

Die vorbildliche Bremer Förderdatenbank

Wo sind sie denn nur hingekommen, meine Steuergroschen?
Autor: Gotthilf Steuerzahler

Liebe Leserinnen und Leser,

in der Vergangenheit gab es immer wieder Klagen darüber, dass zu wenig Transparenz bei Fördermaßnahmen des Staates bestehe und dass es zu wenig IT-Unterstützung bei der Bearbeitung gebe. Inzwischen haben der Bund sowie einige Bundesländer Förderdatenbanken aufgebaut, welche diese Anforderungen erfüllen sollen. Die übrigen Bundesländer sind dabei, ebenfalls entsprechende Systeme einzurichten.

Der Stadtstaat Bremen hatte besonders früh mit dem Aufbau einer Förderdatenbank begonnen. Eine Nachschau hat ergeben, dass das dortige System schon recht leistungsfähig ist und in Deutschland an der Spitze der Entwicklung stehen dürfte. In Bremen war in früheren Jahren mehrfach festgestellt worden, dass die Behörden Förderverfahren uneinheitlich und teilweise unzulänglich abgewickelt hatten. Zudem waren die Daten über die jährlich bewilligten Förderungen unvollständig. Infolgedessen war es teilweise auch zu unbeabsichtigten Doppelförderungen durch verschiedene Behörden gekommen.

Berichte an die parlamentarischen Gremien über den Umfang der Fördermaßnahmen wurden von Hand erstellt, wiesen Lücken auf und waren dementsprechend nicht zuverlässig. Um diese Unzulänglichkeiten zu beseitigen, begann das Finanzressort Bremens ab Ende 2007 mit der Entwicklung einer ressortübergreifenden Datenbank, um die Datengewinnung und die Bearbeitung der Förderverfahren zu verbessern. Im Sommer 2010 beschloss der Senat von Bremen die Einführung einer zentralen Förderdatenbank für die gesamte bremische Verwaltung.

Eine einheitliche Fördersachbearbeitung ist nunmehr möglich

Seit Einführung der zentralen Förderdatenbank sind darin alle Fördermaßnahmen in ihren wesentlichen Teilen abzubilden. Liegen zwingende Gründe vor, Informationen nicht unmittelbar in die Datenbank einzupflegen, ist eine unverzügliche Nacherfassung sicherzustellen. Mit Hilfe der Datenbank sind nunmehr eine einheitliche und rechtlich korrekte Fördersachbearbeitung sowie eine zuverlässige Förderberichterstattung möglich geworden.

Die Datenbank wird mittlerweile in der gesamten bremischen Verwaltung genutzt. Sie dient als ressortübergreifende Informationsgrundlage auch dazu, Doppelförderungen zu vermeiden. Mit dem Förderdatensystem lassen sich Förderanträge erfassen, die zuwendungsfähigen Ausgaben berechnen, Förderbescheide erstellen und die Prüfung der Verwendungsnachweise durchführen.

Nutzung und Ausgestaltung lassen sich noch verbessern

Es gibt allerdings noch Verbesserungsbedarf sowohl hinsichtlich der Nutzung als auch der Ausgestaltung der Datenbank. So lassen sich von Dritten elektronisch übermittelte Daten nur sehr begrenzt unmittelbar weiterverarbeiten. Teilweise sind die in der Datenbank enthaltenen Daten über Fördermaßnahmen unvollständig. So sind nicht alle Förderbescheide hinterlegt und werden die Ergebnisse von Prüfungen der Verwendungsnachweise nicht festgehalten. Statt Förderangelegenheiten direkt mit Hilfe der Datenbank zu bearbeiten, werden in einigen Behörden Daten zum Teil erst nachträglich zentral erfasst und dabei Beträge nicht einzeln eingetragen, sondern Summen für drei Monate.

Eine Schnittstelle zum Haushaltsverfahren wird noch benötigt

Zahlungen können derzeit über das Datenbanksystem nicht geleistet werden, sie müssen manuell vom Zentralbereich Haushalt ausgeführt werden. Es fehlt eine technische Schnittstelle zum Haushaltsverfahren. Die fehlende Schnittstelle führt wegen der erforderlichen manuellen Nacherfassungen im Haushaltsverfahren zu erhöhtem Arbeitsaufwand. Zahlungen können nicht zeitnah in die Datenbank eingegeben werden. Das Finanzressort hat angekündigt, baldmöglichst eine entsprechende Schnittstelle zu schaffen. Sie soll künftig das Verfahren beschleunigen, Auszahlungen an die Empfänger von Fördermitteln vereinfachen und Fehlerquellen vermeiden.

Bremen hat die beste Förderdatenbank

Bei einer vollständigen und zeitnahen Erfassung der Förderdaten lässt sich die Förderdatenbank umfassend als Steuerungs- und Controllinginstrument nutzen. Die auf der Grundlage der Datenbank erstellten Förderberichte werden dann eine verlässliche Information bieten. Nach einem Beschluss des Bremer Senats aus dem Jahr 2017 soll aus dem Datenbanksystem künftig quartalsweise ein Bericht mit allen in dem jeweiligen Jahr gezahlten Fördermaßnahmen im elektronischen Informationsregister (Transparenzportal) veröffentlicht werden.

Wenn alle aufgeführten Verbesserungen in die Förderpraxis umgesetzt sind, dürfte Bremen - neben Berlin - über die am weitesten entwickelte Förderdatenbank in Deutschland verfügen. Die anderen Bundesländer sollten sich, liebe Leserinnen und Leser, ein Beispiel an dem nehmen, was der kleine Stadtstaat auf die Beine gestellt hat, und die Entwicklung ihrer eigenen Förderdatenbanken vorantreiben, sagt anerkennend

Ihr

Gotthilf Steuerzahler