Gold in Dollar: War das die Wende?- 20.11.2015

Gold in Dollar: War das die Wende?

Endlich: Langfristindikator gibt Startschuss für neue Goldhausse

Liebe Leser,

vorige Woche habe ich Sie darauf aufmerksam gemacht, dass ein Langfristindikator gerade ein Kaufsignal für Gold und Goldminenaktien gegeben hat. Dabei handelt es sich erst um das vierte Kaufsignal dieses Indikators seit 1975. Und die ersten drei Signale waren Volltreffer. Details zu dieser wichtigen Entwicklung lesen Sie in der aktuellen Ausgabe meines Börsenbriefs Krisensicher Investieren.

Dieses seltene Kaufsignal, dessen Bedeutung langfristiger Natur ist, wird sich wahrscheinlich als der Startschuss zu einer spektakulären Goldhausse herausstellen. Denn nach vier Jahren Edelmetallbaisse, in deren Verlauf die Minenaktien verheerende Verluste zu verzeichnen hatten, sind fast alle Ingredienzen vorhanden, die idealerweise in der Endphase eines großen Bärenmarktes beobachtet werden können.

Extremwerte der Sentiment- und der Momentumindikatoren brechen die alten Rekorde

Dazu gehören beispielsweise Extremwerte der Sentiment- und der Momentumindikatoren sowie fundamentale Rahmenbedingungen, die eindeutig bullish sind, von den Anlegern aber ignoriert oder wegrationalisiert werden.

Die Sentimentindikatoren haben in den vergangenen Monaten schon mehrmals Extremwerte angenommen. Dennoch ist der Goldpreis in Dollar weiter gefallen. Diese Kombination hat den Frust der Anleger verständlicherweise zusätzlich angeheizt.

So kam es zu einer sehr selten zu sehenden Häufung von Extremwerten der Stimmungsindikatoren. Teilweise haben diese sogar die alten Rekorde gebrochen, die zur Jahrtausendwende aufgestellt wurden, das heißt am Ende der damaligen großen Edelmetallbaisse. Erinnern Sie sich noch, kurz danach begann ein mehr als zehnjähriger Bullenmarkt, in dessen Verlauf der Goldpreis von 250 $ auf 1.920 $ gestiegen ist.

Ganz ähnlich verhält es sich nach dem Kursrückgang der vergangenen Wochen mit den Momentumindikatoren. Auch sie haben aufgrund der ungewöhnlichen Einseitigkeit des Marktgeschehenes teilweise neue Rekorde aufgestellt.

Unseriöse Geld- und Staatsschuldenpolitik ist eine sehr bullishe Rahmenbedingung für Gold

Die völlig unseriöse Geldpolitik der Draghis, Yellens und Kurodas dieser Welt ist makroökonomisch zwar eine Katastrophe, weil sie zu riesigen Fehlinvestitionen, Ungleichgewichten und Spekulationsblasen führt. Für Gold sind diese verantwortungslosen und irrwitzigen geldpolitischen Machenschaften allerdings rundum bullish.

Dasselbe gilt für die ebenfalls völlig unseriöse Staatsschuldenpolitik, die dazu geführt hat, dass nahezu alle Staaten weltweit in der Schuldenfalle sitzen. Eigentlich weiß das inzwischen jeder. Aber es wird ebenso verdrängt wie die absurde Überbewertung der Aktienmärkte oder die Tatsache, dass die Rentenansprüche der geburtenstarken Jahrgänge nicht nur nicht sicher sind, sondern sicher nicht bedient werden können – außer mit entwertetem Geld.

Die unheilvolle Kombination aus unseriöser Geldpolitik und verantwortungsloser Staatsschuldenpolitik wird zu einer Bereinigungskrise führen, die erheblich heftiger ausfallen wird als die Krise der Jahre 2008/09, als fast alle Großbanken pleite waren und das Finanzsystem unmittelbar vor dem Zusammenbruch stand.

Weltwährungssystem und Staatsfinanzierung vor dem Kollaps

Sobald die aktuellen Spekulationsblasen an den Aktien- und Rentenmärkten platzen, wird es zu ganz ähnlichen Entwicklungen kommen. Allerdings werden sie noch heftiger ausfallen als damals, weil die Ungleichgewichte erheblich größer sind. Deshalb steht diesmal das gesamte Weltwährungssystem vor dem Kollaps.

Dieses Thema, das auch für Ihre Zukunft von größter Bedeutung ist, habe ich übrigens in meiner Themenschwerpunkt-Analyse „Weltwährungssystem und Staatsfinanzierung vor dem Kollaps“ ausführlich behandelt. Bestellen Sie noch heute meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren 30 Tage kostenlos – und Sie erhalten diese wichtige Ausarbeitung als zusätzliches Geschenk.

Bei Gold in $ zeichnet sich eine zusätzliche positive Divergenz ab

Stabile Trends an den Finanzmärkten weisen ein hohes Maß an Uniformität auf. Deshalb kündigen sich Trendwenden häufig durch Divergenzen an.

Einige wichtige positive Divergenzen bestehen am Goldmarkt schon seit einiger Zeit. Bestes Beispiel: Während der Goldpreis in Dollar gerade ein neues marginales Tief erreicht hat, befindet sich der Goldpreis in anderen Währungen, darunter der Euro und der Yen, schon längst wieder in einem Aufwärtstrend.

Gold in Euro notiert derzeit 17,2% über seinem Tief, das bereits am letzten Handelstag des Jahres 2013 erreicht wurde. Der Dax stand damals übrigens bei 9.552 Punkten. Beim aktuellen Kurs von 11.100 Zählern ist der DAX seither also um 16,2% gestiegen. Trotz dieses Kopf-an-Kopf-Rennens ist die veröffentlichte Meinung in Bezug auf Aktien himmelhochjauchzend, bei Gold hingegen zu Tode betrübt. Dieses kuriose Stimmungsbild passt perfekt zu einer sich entwickelnden Goldhausse und einem zyklischen Top am Aktienmarkt.

Jetzt bahnt sich eine weitere positive Divergenz an: Während der Goldpreis in $ gerade ganz leicht unter sein Tief vom Juli dieses Jahres gefallen ist, befindet sich der Preis-Momentum-Oszillator (PMO) noch recht deutlich oberhalb seines Juli-Tiefs. Das kennzeichnen die blauen Pfeile auf dem folgenden Goldchart.

Goldpreis pro Unze in $, Momentum-Oszillator, 2014 bis 2015
Hier zeichnet sich eine ausgeprägte positive Divergenz ab, ein weiteres bullishes Signal.
Quelle: Quelle: StockCharts.com

Noch ist es etwas zu früh, um diese positive Divergenz bereits als Fakt zu bewerten. Dazu muss der PMO erst noch nach oben drehen. Ich gehe allerdings davon aus, dass das in den kommenden Tagen geschehen wird. Das wäre ein weiteres sehr wichtiges Zeichen für das Ende der Goldbaisse.

Noch ist es etwas zu früh, um diese positive Divergenz bereits als Fakt zu bewerten. Dazu muss der PMO erst noch nach oben drehen. Ich gehe allerdings davon aus, dass das in den kommenden Tagen geschehen wird. Das wäre ein weiteres sehr wichtiges Zeichen für das Ende der Goldbaisse.

30,7 und 36 Prozent Gewinn für meine Leser mit Edelmetallaktien innerhalb von 4 Wochen

Sobald diese positive Divergenz definitiv eingetreten ist, werde ich in meinem Krisensicher Investieren Trading-Depot umgehend neue Edelmetallaktien zum Kauf empfehlen – nachdem meine Leser im Oktober zwei im September gekaufte Minenaktien mit Gewinnen von immerhin 30,7% und 36,0% verkauft haben. Eine dieser beiden Aktien habe ich am Dienstag, den 17.11.2015 übrigens schon wieder zum Kauf empfohlen. Wenn Sie Interesse an dieser konkreten Kaufempfehlung und darüber hinaus an unabhängigen Informationen fernab vom Mainstream haben, dann empfehle ich Ihnen, Krisensicher Investieren jetzt 30 Tage kostenlos zu testen.

Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.

Herzliche Grüße,

Ihr

P.S.: An den Aktienmärkten gibt es inzwischen zahlreiche Signale, die für eine Baisse sprechen. Stellen Sie sich darauf ein, dass sich die Kurse im Verlauf der nächsten Baisse mindestens halbieren.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?

Externe Berater in der öffentlichen Verwaltung

Wo sind sie denn nur hingekommen, meine Steuergroschen?
Autor: Gotthilf Steuerzahler

 

Liebe Leserinnen und Leser,

seit Jahren lassen sich Dienststellen der öffentlichen Verwaltung durch externe Berater unterstützen, was in vielen Fällen sinnvoll und nutzbringend ist. Allerdings treffen die verantwortlichen staatlichen Stellen in diesem Zusammenhang so manche Fehlentscheidungen, welche dann die Staatskasse belasten!

Entgeltliche Beratungen von Behörden durch externe Dienstleister gibt es zu den unterschiedlichsten Themen (von der unentgeltlichen „Beratung“ durch Lobbyisten soll nachfolgend nicht die Rede sein). Häufig werden Externe damit beauftragt, ein Gutachten zu speziellen Fachfragen der jeweiligen Behörde zu erstellen. Rechtsanwälte und Steuerberater werden zur Beratung in Rechts- und Steuerangelegenheiten herangezogen. Gar nicht selten führen Unternehmensberater Organisationsuntersuchungen in der öffentlichen Verwaltung durch, wobei sich das Honorar für eine größere Organisationsuntersuchung auf einige Hunderttausend Euro und mehr belaufen kann.

Bisweilen lassen sich Behörden auch in betriebswirtschaftlichen und personalwirtschaftlichen Fragen beraten. Auch bei IT-Maßnahmen der öffentlichen Verwaltung wird gerne der Sachverstand von Externen hinzugezogen.

Die Kosten der öffentlichen Hand für den Einsatz externer Berater sind nicht gering, zusammenfassende Zahlen liegen jedoch nicht vor. Nach einer Schätzung des Bundesverbandes Deutscher Unternehmensberater entfällt knapp ein Zehntel des bei der Unternehmensberatung erzielten Umsatzes auf den öffentlichen Sektor.

Die personellen Möglichkeiten von Behörden werden häufig nicht ausgeschöpft

Als Außenstehender fragt man sich natürlich, warum die öffentliche Verwaltung gerade bei Fach- und Rechtsfragen so einen großen Beratungsbedarf hat. Können die in den Behörden reichlich vorhandenen Fachleute und Juristen die auftretenden Fragestellungen nicht selber lösen, müssen sie sich wirklich in ihrem eigenen Zuständigkeitsbereich von Externen beraten lassen?

Nun, oft wird von der betreffenden Dienststelle behauptet, dass ihre Mitarbeiter mit dem Tagesgeschäft bereits voll und ganz ausgelastet seien und eine Personalaufstockung nicht durchsetzbar sei. Dann bleibe bei komplexen Fach- oder Rechtsfragen kein anderer Weg, als externen Sachverstand hinzuzuziehen. Diese Begründung mag im Einzelfall zutreffen, vielfach dient sie aber nur dazu, sich gesteigertem Arbeitsanfall zu entziehen. Die meisten Behörden sind personell durchaus in der Lage, auch Arbeitsspitzen über einen gewissen Zeitraum hinweg aufzufangen. In ihrem Kernbereich muss jede Behörde in der Lage sein, ihre Aufgaben mit eigenen Kräften zu erledigen!

Die Einschaltung von externen Beratern ist vielfach überflüssig

Gelegentlich misstraut die Behördenleitung auch ihren Mitarbeitern und holt sich deshalb Rat bei Externen. Dies gilt besonders bei politisch umstrittenen Maßnahmen, welche die Behördenleitung gegen den fachlichen Widerstand des „Apparats“ durchsetzen möchte. Manchmal, zum Beispiel bei geplanten Organisationsänderungen, lassen Behörden auch nur deshalb Gutachten von Beratern erstellen, weil sie sich davon eine bessere Durchsetzbarkeit beim Personal erhoffen. Der Gutachter muss dann nur zu dem ohnehin gewollten Ergebnis kommen und das Ganze mit der Aura des unangreifbaren Experten vorstellen. Oft werden auch Berater eingeschaltet, obwohl entsprechendes Expertenwissen bei anderen öffentlichen Stellen vorhanden ist und nur abgerufen werden müsste.

In den genannten Fällen ist die Einschaltung Externer unnötig und stellt eine Verschwendung von Steuergeldern dar.

Viele Unwirtschaftlichkeiten bei Beratungen

Häufig verstoßen die Behörden beim Einsatz externer Berater gegen die Grundsätze der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit. Da wird die zu erbringende Leistung nicht eindeutig beschrieben, da werden überhöhte Vergütungen akzeptiert, da wird das Gesamthonorar nicht begrenzt. Vielfach wenden Behörden auch allerlei Tricks an, um Beratungsaufträge freihändig, das heißt ohne Ausschreibung, zu vergeben. Das tun sie manchmal wegen der bisherigen guten Zusammenarbeit mit einem bestimmten Unternehmen, manchmal auch, um aus politischen Gründen ein Unternehmen mit Aufträgen zu versorgen. Dabei soll die vorgeschriebene Auftragsvergabe im Wettbewerb für ein optimales Preis-Leistungs-Verhältnis sorgen und Vetterleswirtschaft verhindern.

Unwirtschaftlich ist es auch, wenn die auftraggebende Behörde die mit der Beratung verfolgten Ziele nicht eindeutig fixiert hat und damit ein Projektcontrolling nicht möglich ist. Nicht selten kommt es auch vor, dass sich eine staatliche Stelle um die Ergebnisse einer Beratung gar nicht kümmert, weil sie sich zwischenzeitlich andere Ziele gesetzt hat. Dann ist das Geld für die Beratung für nichts ausgegeben worden.

Grundsätze für den sachgerechten Einsatz von Beratern

In der Verwaltungspraxis haben sich zwischenzeitlich Grundsätze herausgebildet, die für einen sachgerechten Einsatz externer Berater in der öffentlichen Verwaltung sorgen sollen. Im Rahmen einer Wirtschaftlichkeitsuntersuchung sind zunächst alle Lösungsalternativen – hierzu zählt auch die Leistungserbringung durch eigene Kräfte – darzustellen und zu bewerten. Ist die externe Beratung die wirtschaftlichste Alternative, muss die gewünschte Beratungsleistung genau und umfassend beschrieben werden.

Nach Ermittlung des leistungsfähigsten Beraters im Rahmen einer Ausschreibung muss die zu erbringende Leistung in dem entsprechenden Vertrag inhaltlich und zeitlich eindeutig umschrieben werden. Die Verwaltung muss dann die Leistungserbringung begleiten und schließlich abnehmen, um das Beratungsprojekt zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen.

Es bleibt zu hoffen, dass diese Grundsätze in der Verwaltungspraxis zunehmend zur Anwendung kommen und zu einem besseren Zusammenspiel von Dienststellen und externen Beratern führen werden. Dies wäre, liebe Leserinnen und Leser, ganz im Sinne von uns Bürgern, die wir letztendlich alles bezahlen müssen, meint

Ihr

Gotthilf Steuerzahler