"Weg mit dem Gold!" bestätigt Kaufgelegenheit bei Gold- 14.08.2015

"Weg mit dem Gold!" bestätigt Kaufgelegenheit bei Gold

Damals „Tod der Aktie“, heute „Weg mit Gold!“

Liebe Leser,

„Weg mit dem Gold!“ So lautete am 7. August 2015 eine Schlagzeile in der FAZ. Und das Handelsblatt lässt in seiner Kolumne „Parkettgespräch“ den Chefstrategen der einstigen Privatbank Sal. Oppenheim folgendermaßen zu Wort kommen: „Wir sehen in Gold eine volatile und riskante Anlageform ohne inneren Wert.“ Als weitere Begründung seiner sehr bearishen Äußerungen verweist er darauf, dass Gold keine Zinsen zahle und keine Dividenden ausschütte.

Beim Sichten dieser Artikel, die sich extrem negativ gegenüber der langfristig so bewährten Anlageklasse Gold äußern, musste ich unwillkürlich an einen unter US-Börsianern berühmt gewordenen Artikel der Wirtschaftszeitschrift Businessweek denken, mit dem sie die Aktie als Anlageklasse beerdigte. Der Aufmacher der Titelseite lautete „The Death of Equities“ (der Tod von Aktien).

„Tod der Aktie“ signalisierte perfekten Einstiegspunkt

Wie Sie auf dem folgenden Chart des Dow Jones Industrial Average sehen können, erschien dieser den Zeitgeist perfekt widerspiegelnde Artikel am Ende einer rund 15-jährigen Baissephase der Aktienmärkte, also kurz bevor eine der spektakulärsten Haussen aller Zeiten begann. Wer 1979 nicht dem Rat der Businessweek folgte, sondern gemäß der Markteinschätzung von Krisensicher Investieren-Chefredakteur Roland Leuschel Aktien kaufte, die damals spottbillig waren, stieg zu einem geradezu perfekten Zeitpunkt ein. Im Lauf der kommenden Jahre legte der Dow Jones Industrial Average um 1500% zu.

Dow Jones Industrial Average, 1900 bis 2015
Wer sich 1979 gegen die herrschende Mehrheitsmeinung stellte und Aktien kaufte, machte das Geschäft seines Lebens.
Quelle: Quelle: StockCharts.com

Ich liebe solche Meldungen

Zu meinem und Roland Leuschels Börsenbrief Krisensicher Investieren gehört auch der Service „Fragen Sie Claus Vogt“. Im Mitgliederbereich der Homepage www.krisensicherinvestieren.com beantworte ich öffentlich die interessantesten Leserfragen, natürlich in anonymisierter Form. In Bezug auf die oben genannten Artikel wurde ich ganz konkret gefragt, was ich von dieser Meldung halte: „Sal. Oppenheim: Gold: volatil, riskant und ohne Wert“. Meine Antwort lautet folgendermaßen:

Ich liebe solche absurden bearishen Meldungen, wenn ich selbst bullish bin. In diesem konkreten Fall frage ich mich augenzwinkernd, wann dem Analysten wohl aufgefallen sein mag, dass Gold keine Zinsen und keine Dividenden zahlt. Scheint wohl eine neue Erkenntnis für ihn zu sein.

Vom Paulus zum Saulus

Früher, als es das bei Banken noch gab, war Sal. Oppenheim ein wirklich ehrenwertes Haus mit untadeliger Reputation. Ich halte es für ausgeschlossen, dass man damals konservativen Anlegern jemals den Rat gegeben hätte, kein Gold zu halten. Schon gar nicht, während sich die Welt in einer Schuldenorgie befindet, die Zentralbanken zu massiven Marktmanipulationen übergegangen sind, die Zinsen auf null gesetzt und den Pfad einer halbwegs seriösen Geldpolitik längst verlassen haben. Sal. Oppenheim ist ein Zeichen der Zeit. Die Bank hat den Sittenverfall der Branche geradezu auf den Punkt gebracht, und jetzt empfiehlt sie den noch verbliebenen Kunden ausgerechnet den Verkauf von Gold. Das ist ein weiterer Mosaikstein in einem Stimmungsbild, das typisch ist für den Beginn einer spektakulären Edelmetall-Hausse.

Spektakuläre Goldhausse kündigt sich an

Heute ist die Stimmung der Massen in Bezug auf Gold ebenso einseitig schlecht wie damals in Bezug auf Aktien. Dabei sind die Rahmenbedingungen für eine Goldhausse besser denn je. Und in Euro gemessen, hat der Goldpreis sein zyklisches Tief von 859 € bereits zur Jahreswende 2013/14 gesehen. Im Moment notiert Gold rund 16% über diesem Tief. Dass die in den Medien zum Ausdruck kommende Stimmung gegenüber der Anlageklasse Gold heute trotzdem genauso bearish ist wie am Beginn der großen Goldhausse zur Jahrtausendwende, ist ein interessantes und lehrreiches massenpsychologisches Phänomen. Dieses Stimmungsbild passt perfekt zu der fast immer von Ignoranz und Ungläubigkeit gekennzeichneten Frühphase einer großen Hausse.

Setzen Sie jetzt auf Gold statt auf völlig überbewertete Aktien

Statt in absurd überbewertete Modeaktien wie Amazon oder Tesla zu investieren und sich in ein paar Jahren über Ihre Verluste zu grämen, setzen Sie jetzt lieber auf Gold. Mit den völlig ausgebombten Goldminenaktien werden Sie in den kommenden Monaten und sogar Jahren sensationelle Kursgewinne erzielen. Deshalb empfehlen wir in Krisensicher Investieren hier schon seit einiger Zeit den Einstieg. Wenn Sie also von der nächsten großen Goldhausse überproportional profitieren wollen, dann fordern Sie meinen Börsenbrief Krisensicher Investieren noch heute 30 Tage kostenlos zum Test an. So können Sie die außergewöhnlichen Chancen nutzen, die sich in diesem Sektor bieten.

Ich wünsche Ihnen ein erholsames Wochenende.

Herzliche Grüße,

Ihr

P.S.: Natürlich lohnt es sich angesichts der aktuellen Entwicklungen jetzt auch auf aussichtsreiche Short-Kandidaten zu setzen. Auch hier werden Sie aufgrund der bald deutlich fallenden Aktienkurse viel Geld verdienen. Mehr dazu lesen Sie in der kommenden Ausgabe von Krisensicher Investieren.

Was machen eigentlich ... meine Steuergroschen?

Die finanzielle Lage der Kommunen ist bedenklich

Wo sind sie denn nur hingekommen, meine Steuergroschen?
Autor: Gotthilf Steuerzahler

 

Liebe Leserinnen und Leser,

die Städte und Gemeinden in Deutschland erzielen seit einigen Jahren immer neue Einnahmerekorde. Dennoch geht es vielen Kommunen finanziell ziemlich schlecht. Bei ihnen wachsen die Ausgaben schneller als die Einnahmen. Auch sind viele Städte und Gemeinden hoch verschuldet und wissen nicht, wie sie jemals aus ihren Schulden wieder herauskommen sollen. Da fragt man sich schon, wie es zu dieser Entwicklung kommen konnte.

Die Situation der deutschen Kommunen ist durchaus unterschiedlich, es hat sich eine regelrechte Zwei-Klassen-Gesellschaft entwickelt: Die einen hatten in den letzten Jahren einen ausgeglichenen Haushalt oder erzielten sogar Überschüsse, so dass die Verschuldung abgebaut werden konnte. Bei den anderen sind die Haushalte seit Jahren defizitär, sie versinken immer tiefer im Schuldensumpf. Bei den kommunalen Schulden handelt es sich überdies zu einem hohen Prozentsatz um Kassenkredite, die eigentlich nur zur Deckung eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs bestimmt sind.

Wenn der Haushalt der betreffenden Stadt oder Gemeinde dauerhaft nicht ausgeglichen ist, wird früher oder später die staatliche Kommunalaufsicht aktiv und verlangt, dass Konsolidierungsmaßnahmen ergriffen werden. Solche Maßnahmen zum Haushaltsausgleich (Haushaltssicherungskonzepte) sind inzwischen ein weitverbreitetes Phänomen in der kommunalen Welt. Interessanterweise sind die finanziell soliden Städte und Gemeinden eher in den Bundesländern mit einer strengen Kommunalaufsicht zu finden; die finanziell angeschlagenen dagegen eher in den Bundesländern mit einer großzügigeren Kommunalaufsicht.

Sind frühere Steuersenkungen an der kommunalen Finanznot schuld?

In der Diskussion über die Kommunalfinanzen verweisen die Vertreter der Städte und Gemeinden gerne auf frühere Steuersenkungen durch den Bundesgesetzgeber, welche nicht nur bei Bund und Ländern, sondern auch bei den Kommunen zu Einnahmeausfällen geführt hätten. Richtig daran ist, dass die Kommunen im föderal organisierten Deutschland wenig Einfluss auf die Entscheidungen des Bundesgesetzgebers haben. Die betreffenden Steuersenkungen liegen jedoch zeitlich weit zurück. Die derzeitigen hohen Steuereinnahmen, die alle Rekorde brechen, erwähnen die Vertreter der Kommunen dagegen eher beiläufig.

Die kommunalen Sozialleistungen steigen überproportional

Die größte Sprengkraft für die kommunalen Haushalte hat jedoch das stetige Anwachsen der Ausgaben für Sozialleistungen. Die Kosten für die Hilfen zur Erziehung, die Jugendhilfe, die Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und die Hilfe zur Pflege, um nur einige Sozialleistungen zu nennen, stiegen in den letzten Jahren weit stärker als andere Ausgabearten – und erst recht stärker als die kommunalen Einnahmen. Die Hoffnungen der Kommunen auf eine Dämpfung des Kostenanstiegs bei den Sozialleistungen sind bisher immer wieder enttäuscht worden.

Mehrbelastungen durch neue Aufgaben müssen ausgeglichen werden

Nun gehen ja fast alle von den Städten und Gemeinden erbrachten Sozialleistungen auf gesetzliche Vorgaben des Bundes oder des betreffenden Bundeslandes zurück. Die Kommunen haben lange darum gekämpft, dass ihnen per Gesetz nicht einfach Leistungsverpflichtungen auferlegt werden können, für welche ihre Finanzausstattung nicht ausreicht. Vor einigen Jahren haben sie durchgesetzt, dass der Gesetzgeber, wenn er den Gemeinden neue Aufgaben überträgt, die dadurch entstehenden Mehrbelastungen auszugleichen hat. Entsprechend dem Grundsatz, dass wer bestellt auch bezahlen soll, enthalten alle Landesverfassungen seit den 1990er Jahren Regelungen zu diesem Fragenkomplex.

Allerdings versuchen die Länder häufig, diese Vorgaben mit spitzfindigen Begründungen zu unterlaufen und erstatten den Kommunen nur einen Teil der durch Aufgabenübertragungen entstehenden Mehrbelastungen. An dieser Stelle gibt es häufig Streit um die Kosten mit nachfolgenden gerichtlichen Auseinandersetzungen.

Die kommunalen Finanzprobleme sind zum Teil selbstverschuldet

Es gibt jedoch nicht nur äußere Einflüsse, welche die kommunale Finanzmisere verursacht haben. Für viele negative Entwicklungen sind die Städte und Gemeinden selbst verantwortlich. Immer wieder lässt sich feststellen, dass die einzelnen Fachbereiche der Kommunalverwaltung bestrebt sind, ihr Budget zu maximieren, ohne dabei Rücksicht auf die notwendige Haushaltskonsolidierung zu nehmen.

Ähnliches gilt für die Kommunalpolitik, die nach wie vor nicht auf Prestigeprojekte verzichten will. Und vielfach müssen die Kommunen auch für die Sünden früherer Jahre aufkommen, als Stadien und Schwimmbäder, Museen und Bibliotheken ohne Rücksicht auf die Folgekosten eröffnet wurden. Auch trifft es immer noch zu, dass sich benachbarte Kommunen bei der Leistungserbringung nicht zusammentun. Nach wie vor sehen sie sich vielfach noch als Konkurrenten. Ergebnis dieses Kirchturmdenkens ist vielfach, dass in engster Nachbarschaft die gleiche Einrichtung mehrfach vorhanden ist.

Die Finanznöte vieler Kommunen werden bestehen bleiben

Für die finanzielle Zukunft der Kommunen hängt alles davon ab, dass die Steuereinnahmen weiterhin sprudeln und die Zinsen niedrig bleiben. Die Soziallasten werden sicherlich weiterhin sprunghaft steigen, und zwar schon allein dadurch, dass immer mehr Asylbewerber von den Kommunen unterzubringen sind, wofür sie keinen ausreichenden Kostenersatz erhalten. Hier laufen derzeit intensive Gespräche mit dem Bund und den Ländern, welche für diesen Zustrom politisch mitverantwortlich sind.

Die Länder können ihren in Haushaltsnöten steckenden Kommunen nur begrenzt helfen, da sie ab dem Jahr 2020 keine neuen Schulden mehr aufnehmen dürfen (Schuldenbremse). Es ist demnach absehbar, dass die finanzielle Situation vieler Kommunen in den nächsten Jahren schwieriger werden wird. Sie werden darauf mit der Kürzung von Zuschüssen, dem Verschieben von Investitionen und mit Personalabbau reagieren. Und sicherlich werden sie auch ihre Gebühren und kommunale Steuern - Gewerbesteuer, Grundsteuer - erhöhen, wo immer dies möglich ist. Wir Bürger werden also wieder einmal mehr zahlen müssen, aber gleichwohl weniger Leistungen von unserer Stadt oder Gemeinde erhalten!

Die Hoffnung, dass die Kommunen im Zuge einer Finanzreform eine ihren Aufgaben entsprechende finanzielle Ausstattung erhalten, hat sich bisher nie erfüllt. Sie wird sich wohl, liebe Leserinnen und Leser, auch in Zukunft nicht erfüllen, so dass die Finanznöte vieler Kommunen andauern werden, sagt voller Resignation

Ihr

Gotthilf Steuerzahler