Der aktuelle Marktkommentar von Claus Vogt
Um den aktuellen Marktkommentar zu erhalten, melden Sie sich gleich über das Bestellfenster rechts an
Sie wollen Woche für Woche wissen, was an den Märkten wirklich vor sich geht und hinter die Kulissen schauen? Claus Vogt nimmt kein Blatt vor den Mund und scheut sich nicht, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Er selbst versteht sich als radikal liberal denkender Mensch und hat die Entwicklungen der vergangenen Jahre - wie das Platzen der Aktien- und Immobilienblase, die Euro- und Staatsschuldenkrise sowie die maßlos inflationäre Antwort der Zentralbankbürokraten - schon lange vorhergesehen.
Ist der laufende Bullenmarkt noch intakt?
Konzentration auf wenige Marktschwergewichte
Die jüngsten Anstiege der oben genannten Indizes wurden zum Großteil durch Aktien von Unternehmen getrieben, die als Hyperscaler im Marktsegment der künstlichen Intelligenz bezeichnet werden. An der Börse hat die KI-Erfolgsstory also weiterhin Bestand – trotz starker Warnzeichen wie den verheerenden Zahlen des KI-Providers Anthropic.
Im dritten Quartal 2026 steuerten die Aktien der Unternehmen Microsoft, Nvidia, Apple und Meta 300 Punkte zum Anstieg des S&P 500 bei. Dieser legte in diesem Zeitraum aber nur um rund 150 Punkte zu. Die restlichen im Index enthaltenen und weniger stark gewichteten Aktien haben zusammengenommen also einen Rückgang um 150 Punkte verzeichnet. Diese extrem hohe Konzentration auf wenige historisch überbewertete Marktschwergewichte
ist eine überaus bedenkliche Entwicklung.
Ein Blick auf die Daten zeichnet ein ernüchterndes Bild des gesamten Aktienmarktes. So ist die durchschnittliche Aktie des S&P 500 schon über 20% von ihrem letzten 52-Wochen-Hoch entfernt, und nur eine Handvoll Hype-Aktien aus dem KI-Sektor hat neue 52-Wochen-Hochs verzeichnen können. Darüber hinaus sind knapp 10% der Aktien seit ihrem letzten 52-Wochen-Hoch bereits um mehr als 40% gefallen. Es stellt sich also die berechtigte Frage, ob der laufende Bullenmarkt unter der Oberfläche überhaupt noch intakt ist.
Aktien bekommen Konkurrenz
Ein weiterer Faktor sollte Anleger zu Vorsicht mahnen: steigende Zinsen. Beispielsweise sind die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen von ihrem Tief im März dieses Jahres schon um über 30% gestiegen. Diese Entwicklung an den Anleihenmärkten wird durch die Mitte September vorgenommene Erhöhung des Leitzinses durch die Fed noch unterstrichen. Die Zinsen 10-jähriger US-Staatsanleihen betragen jetzt 5,3%. Mit lukrativen Zinsen werden Anleihen zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte, die in den vergangenen Jahren der Nullzinspolitik fast ein „Investitionsmonopol“ innehatten. Attraktivere Anleihenzinsen bedeuten auch, dass es für institutionelle Marktteilnehmer wie Pensionskassen immer interessanter wird, in Anleihen umzuschichten, was den Aktienmärkten
Kapital entziehen kann.
Wie Sie in dieser verzwickten Marktlage handeln müssen und welche Fehler Sie jetzt unter allen Umständen vermeiden sollten, lesen Sie in der aktuellen Monatsausgabe meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren – kritisch, unabhängig und erfolgreich – jetzt 30 Tage kostenlos zum Kennenlernen.
Ich wünsche Ihnen ein schönes Wochenende.
Herzliche Grüße,
Ihr
P.S.: Welche Goldminenaktien sich in der Korrektur als klare Kaufkandidaten hervorgetan haben, lesen Sie in der aktuellen Themenschwerpunkt-Ausgabe „Edelmetallaktien Teil V – Gold, Silber und Minenaktien in der Korrektur“ meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren.