Der aktuelle Marktkommentar von Claus Vogt

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Sie wollen Woche für Woche wissen, was an den Märkten wirklich vor sich geht und hinter die Kulissen schauen? Claus Vogt nimmt kein Blatt vor den Mund und scheut sich nicht, auch unangenehme Wahrheiten auszusprechen. Er selbst versteht sich als radikal liberal denkender Mensch und hat die Entwicklungen der vergangenen Jahre - wie das Platzen der Aktien- und Immobilienblase, die Euro- und Staatsschuldenkrise sowie die maßlos inflationäre Antwort der Zentralbankbürokraten - schon lange vorhergesehen.

Die Börse ist keine Einbahnstraße - sind Sie vorbereitet?

Ifo-Geschäftsklimaindex signalisiert Gefahr für den DAX

Liebe Leser,

vor zwei Wochen habe ich Ihnen an dieser Stelle die charakteristischen Kursverläufe beschrieben, an denen Sie das Ende einer Hausse erkennen. Besonders brenzlig wird die Lage, wenn gleichzeitig die Sentimentindikatoren Höchstwerte annehmen. Genau das ist nicht nur in den USA der Fall, sondern auch in Deutschland.

So hat das ifo-Institut am Freitag, den 24. November geschrieben: „Die Stimmung in den deutschen Chefetagen ist hervorragend. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im November auf einen neuen Rekordwert von 117,5 Punkten. (…) Dies war auf deutlich optimistischere Erwartungen der Unternehmen zurückzuführen.“

Das ist keine gute Nachricht für den DAX, im Gegenteil. In dem am Samstag, den 25. November erschienenen Wochenupdate meines Börsenbriefes Krisensicher Investieren habe ich den Zusammenhang zwischen dem DAX und dem ifo-Geschäftsklimaindex erläutert: Hohe Werte des Geschäftsklimaindex sind ein deutliches Warnsignal für die Börse.

Auch an fallenden Kursen können Sie Geld verdienen

Dass die Börse keine Einbahnstraße ist, haben Sie sicherlich schon oft gehört. Dennoch agieren die meisten Privatanleger so, als handele es sich um eine Einbahnstraße, denn sie setzen ausschließlich auf steigende Kurse. Wenn die Kurse nach oben gehen, verdienen diese einseitig orientierten Anleger, und wenn die Kurse fallen, dann verlieren sie.

Im Moment rate ich noch nicht dazu, auf einen fallenden DAX zu setzen. Eine solche Empfehlung werde ich erst dann geben, wenn der Trend eindeutig nach unten gedreht hat. Oder wenn sich ein attraktives Chance-Risiko-Verhältnis präsentiert, das es Ihnen ermöglicht, eine große Chance wahrzunehmen und gleichzeitig mit einer engen, aber sinnvollen Stop-Loss-Marke zu arbeiten.

Beim DAX ist das noch nicht der Fall. Ein anderer europäischer Länderindex befindet sich hingegen genau in dieser Position, die es Ihnen erlaubt, mit geringem Risiko einzusteigen, um einen ersten Fuß in der Tür zu haben. Das ist wichtig, da es nach unten gewöhnlich sehr viel schneller geht als nach oben. Manchmal sogar zu schnell, um dann noch zu reagieren.

Insbesondere die US-Börse ist extrem überbewertet und gibt genauso starke Warnsignale wie im Jahr 2000. Da die europäischen Börsen – allen voran der DAX – sklavisch den Vorgaben aus den USA folgen, werden sie auch dieses Mal wieder unter die Räder kommen, wenn es an den US-Märkten abwärts geht. Es ist jetzt lediglich eine Frage der Zeit. Halten Sie sich also bereit und gehen Sie short, wenn ich Ihnen den Startschuss gebe.

Es gibt noch Märkte mit attraktivem Chance-Risiko-Verhältnis

Leider ist es so, dass Analysten wie Roland Leuschel und ich, die vor den Gefahren einbrechender Aktienmärkte warnen, gerne in die Schublade der Permabären gesteckt werden, aus der wir auch nur schwer wieder herauskommen. Dabei haben wir nach jeder Aktienbaisse zum Einstieg geraten, so auch 2009. Natürlich wollen auch wir von steigenden Kursen profitieren, aber eben nur, wenn das Risiko, Geld zu verlieren nicht größer ist als die Chance, es zu vermehren. Deshalb meiden wir überbewertete Märkte und sind stattdessen immer auf der Suche nach lukrativen Investments.

Sicherheit geht für uns vor Risiko!

Solche lukrative Aktienmärkte existieren. Hier sieht die Lage ganz anders aus als in den USA. Und im Unterschied zu den europäischen Finanzmärkten geben hier nicht die Amerikaner den Ton an. Deshalb führen diese Börsen ein Eigenleben.

Hier ein Beispiel. Schauen Sie sich nur einmal die Bewertungsunterschiede an: